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Musikinstrumente: Lieber spielen als anlegen

Sachwerte  

Musikinstrumente: Lieber spielen als anlegen

04.12.2013, 15:45 Uhr | sk (CF)

Seltene Musikinstrumente können bei Auktionen teils beträchtliche Renditen einfahren. Ob auf dieser Basis eine gezielte Geldanlage aufgebaut werden kann, ist fraglich.

Verführerische Rekordpreise

Anno 1998 wurde eine „Kreutzer Strad“-Geige für rund 1,5 Millionen Euro verkauft. Im Vergleich zur „Lady Blunt“, die im Juni 2011 in London versteigert wurde, erscheint dieses seltene Instrument fast schon wie ein Schnäppchen: Satte 9,8 Millionen Pfund war das Einzelstück einem unbekannten Bieter wert – Rekord! Auch Gitarren können stellenweise Megapreise erzielen: Die Gibson von Eric „The Hand“ Clapton wurde 2004 für knapp 850.000 US-Dollar versteigert.

Wer deswegen eine Geldanlage in Musikinstrumenten sucht, sollte trotz aller Euphorie zur Vorsicht gemahnt werden: Oftmals begründen bekannte Vorbesitzer einen Löwenanteil des erzielten Preises. Am ehesten lässt sich die Rendite bei seltenen Celli und Geigen beziffern: Schmuckstücke von Stradivari, Amati, Gofriller oder Guarneri bringen je nach Zustand etwa 8 bis 15 Prozent jährlich. Solche Musikinstrumente sind allerdings extrem selten und kosten horrendes Geld. 

Hochwertige Musikinstrumente müssen gespielt werden

Natürlich können auch Instrumente von zeitgenössischen Herstellern eine gewisse Wertsteigerung erfahren. Ein Handel mit solchen erfordert allerdings eine große Expertise oder die Hilfe versierter Gutachter, die richtig ins Geld gehen kann. Da schnelle Wertsteigerungen bei neuzeitlicher Ware sehr unwahrscheinlich sind, fordert eine solche Geldanlage zudem sehr viel Geduld. Die Gründe liegen auf der Hand: Wird das jeweilige Arbeitsgerät noch hergestellt, kann sich kaum ein Seltenheitswert entwickeln.

Wer nicht vom Fach ist, sollte von Musikinstrumenten als Geldanlage eher die Finger lassen. Hochwertige Exemplare müssen nämlich regelmäßig gespielt werden, da sie sonst an Klangqualität einbüßen können. Dies erklärt auch die Tatsache, dass die wertvollsten Instrumente aus den bekannten Privatsammlungen dieser Welt regelmäßig an namhafte Künstler verliehen werden. Wer also auf der Suche nach Sachwerten ist, dürfte mit Wein, Whisky oder gar Oldtimern bessere Renditeaussichten haben als mit einer seltenen Geige oder Gitarre.  

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