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Kunst als Geldanlage: Wertentwicklung schwer absehbar

Sachwerte  

Kunst als Geldanlage: Wertentwicklung schwer absehbar

04.12.2013, 14:23 Uhr | nz (CF)

Wer sich für eine Investition in Sachwerte interessiert, setzt sich früher oder später auch mit dem Kunstmarkt auseinander. Taugen Bilder, Skulpturen und sonstige Kunstwerke tatsächlich als Geldanlage?

Professioneller Kunstmarkt ist weitgehend abgeschottet

Vorab sei festgestellt, dass lukrative Investments im Kunstmarkt bereits hinsichtlich der Organisation eine Kunst für sich sind: Werke fest etablierter zeitgenössischer oder klassischer Künstler wechseln meistens innerhalb eines vergleichsweise kleinen, illustren Kreises den Besitzer. Diesem gehören vor allem professionelle Kunsthändler und private Sammler an. Es ist sehr schwer, als Neuling in diese Riege zu kommen. Zudem ist nicht selten ein beträchtlicher Kapitaleinsatz vonnöten.

Wer in einen jungen, auf dem Kunstmarkt noch nicht etablierten Künstler investieren möchte, geht ein hohes Risiko ein. Erst wenn ein Name internationales Renommee genießt, sind nennenswerte Renditen zu erwarten. Geht es dagegen um einen Geheimtipp oder einen (vermeintlich) aufgehenden Stern, müssen oft sehr niedrige Verkaufspreise in Kauf genommen werden – selbst wenn der künstlerische Anspruch des jeweiligen Künstlers unbestritten hoch ist.

Zeitgenössische Kunst unterliegt großen Schwankungen

Der Kunstmarkt ist undurchsichtig und kompliziert. Nicht immer ist die Wertentwicklung einer Plastik, einer Fotografie oder eines Gemäldes nachvollziehbar: So kann es schon mal vorkommen, dass qualitativ fragwürdige Werke von sogenannten Shootingstars plötzlich zu astronomischen Kursen gehandelt werden, weil irgendwo in der Welt durch Sammler, Fachpresse oder Auktionshäuser ein Hype losgetreten wurde. Umgekehrt können auch hochwertige Werke von anerkannten Künstlern verhältnismäßig günstig über die Ladentheke gehen.

Grundsätzlich geltende Trends lassen sich also nur schwer festmachen, was die Geldanlage mit solchen Sachwerten durchaus hoch spekulativ macht. Vor allem zeitgenössische Kunst unterliegt erfahrungsgemäß großen Schwankungen. Abschließend kann die Geldanlage in Kunst-Sachwerte nur sehr bedingt empfohlen werden. Im Zweifelsfall sollten Sie lieber ein Kunstwerk erwerben, das Ihnen ohnehin gefällt. Wenn sich dann in ein paar Jahren ein lukrativer Verkauf ergibt – umso besser. Ansonsten erfreuen Sie sich einfach selbst daran. 

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