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McKinsey: Leitzins-Politik hat Sparer 630 Milliarden Dollar gekostet

Studie von McKinsey & Co.  

Leitzins-Politik kostete Sparer 630 Milliarden Dollar

14.11.2013, 18:39 Uhr | t-online.de

McKinsey: Leitzins-Politik hat Sparer 630 Milliarden Dollar gekostet. Die Zinsen bröckeln - mit Folgen für die Finanzwirtschaft (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Die Zinsen bröckeln - mit Folgen für die Finanzwirtschaft (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Über Leitzinsen herrscht derzeit große Aufregung, nachdem die Europäische Zentralbank (EZB) den Richtwert für die Eurozone auf das Rekordtief von 0,25 Prozent gesenkt hat. Die Leitzinsen befinden sich aber schon seit Jahren in der Abwärtsspirale - und das bewirkt massive Verluste für Sparer. Seit 2007 sind Bürgern der EU, Großbritanniens und der USA 630 Milliarden Dollar (468 Milliarden Euro) entgangen, heißt es in einer McKinsey-Studie.

Die Forschungs-Abteilung des Beratungs-Unternehmens hat in ihrer Untersuchung die Leitzinsen von 2007 mit denen von 2012 verglichen. Während die Verbraucher als Verlierer dastehen, gibt es auch ganz klare Gewinner: die Regierungen in Europa, Großbritannien und den USA. Sie haben mit 1,6 Billionen Dollar (1,4 Billionen Euro) von der Finanzpolitik profitiert, schätzten die Forscher.

Mit Leitzins von 2007 Ausgaben 20 Prozent höher

Denn die Staaten mussten sehr viel weniger Geld für den Schuldendienst aufwenden. Lägen die Leitzinsen wieder auf dem Niveau von 2007, wären die Ausgaben zur Bedienung von Staats-Papieren um 20 Prozent höher, hieß es in der Studie. Allein in der Eurozone ergäbe das Zusatzkosten von 39 Milliarden Dollar (29 Milliarden Euro) jährlich.

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Der Verlust in den Privathaushalten entstand, weil die Zinsen klassischer Geldanlagen - also etwa Sparbuch, Festgeld oder Anleihen - mit dem Leitzins absanken. Den jüngeren Altersgruppen sei dieser Effekt allerdings zu Gute gekommen, heißt es in der Studie, zumindest jenen, die Schulden aufgenommen hatten.

Neben den Staaten stehen auch die Unternehmen außerhalb des Bankensektors auf der Gewinnerseite. Ihren Vorteil durch die niedrigen Kreditkosten beziffern die Forscher auf 710 Milliarden Dollar (528 Milliarden Euro).

Auch Versicherer sind Verlierer

Problematisch sind die immer weiter fallenden Leitzinsen dagegen etwa für Versicherer. Bei Lebensversicherungen etwa werde es so immer schwerer, die langfristig garantierten Renditen einzuhalten, warnte aktuell die Bundesbank. Als Alternative empfehlen sich dagegen Aktien, da die Märkte weiter von billigem Geld geflutet werden.

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