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US-Banken drohen mit Gebühren auf Spareinlagen

Niedrige Zinsen  

US-Banken drohen mit Gebühren auf Spareinlagen

25.11.2013, 14:35 Uhr | bv, t-online.de

US-Banken drohen mit Gebühren auf Spareinlagen. Schwere Zeiten für Sparer in den USA, aber auch in Deutschland (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Leitzins in Amerika bleibt wohl noch bis Mitte 2015 auf Rekordtief (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Werden Sparer demnächst für ihre Spareinlagen bestraft? Führende US-Banken haben angekündigt, dass sie auf Guthaben Gebühren erheben müssen, wenn die Notenbank Federal Reserve (Fed) die Zinsen für die Banken weiter senkt. Das meldete die "Financial Times" (FT). Auch in den USA leiden Sparer unter extremen Niedrigzinsen. Gleichzeitig bekommen Banken kaum noch Zinsen auf das Geld, das sie bei der Notenbank deponieren.

Die "FT" beruft sich auf Manager von zwei der führenden fünf US-Banken, ohne Namen oder Institute zu nennen. Sie sagten demnach, dass sie die Kosten auf die Sparer abwälzen würden, wenn die Fed die Zinsen von derzeit 0,25 Prozent pro Jahr weiter senken werde. Der Grund für die Gebühren liegt in einer Versicherungsprämie, die die Banken zahlen müssen. Das Annehmen von Sparguthaben ist demnach für sie nicht kostenlos.

Zinssenkung macht Einlagen für Banken zum Verlustgeschäft

Gegenwärtig könne man Einnahmen und Kosten noch ausgleichen, zitierte die Zeitung einen Manager. Bei weiteren Zinssenkungen wäre das Ergebnis jedoch negativ und Banken würden versuchen, Spareinlagen unattraktiver zu machen und möglicherweise Gebühren dafür zu verlangen.

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Die Diskussion zeigt die Probleme der Fed beim Ausstieg aus dem massiven Anleihen-Kaufprogramm, mit dem die Notenbank derzeit noch billiges Geld in die Finanzmärkte pumpt. Monatlich werden dafür 85 Milliarden Dollar ausgegeben. Eine Möglichkeit des sogenannten "Taperings", also des Reduzierens der Anleihekäufe, ist eine Zinssenkung auf bei der Fed geparkte Gelder von Banken.

Für die Finanzinstitute würde so der Anreiz bestehen, mehr Kredite an Firmen zu vergeben - die natürlich höher verzinst, aber auch mit deutlich mehr Risiko verbunden sind. Die Banker sagten jedoch der "FT", die Nachfrage von kleineren und mittleren Unternehmen nach Krediten sei nicht außergewöhnlich hoch.

Negativzins anstelle von Gebühren

Eine andere Möglichkeit wären negative Zinsen, wie es sie real derzeit ohnehin gibt, wie sie aber auch nominal bereits beobachtet wurden. Deutsche Sparer haben mit negativen Realzinsen zu kämpfen, weil Sparguthaben und Tagesgeld oft weniger abwerfen, als durch die Inflation verloren geht.

Negative Nominalzinsen gab es in der Vergangenheit bei deutschen Staatsanleihen im Zusammenhang mit der Finanz- und Schuldenkrise. Die Anleger waren bereit, Geld zuzuschießen, um ihre Vermögen in den als besonders sicher geltenden Bundesschatzbriefen anlegen zu dürfen. Doch solange die Banken billiges Geld in praktisch unbegrenzter Menge bei den Notenbanken bekommen können, besteht für sie keine Notwendigkeit, es gegen höhere Zinsen bei den Sparern einzuwerben.

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