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Rekord beim Geldvermögen: Die Deutschen sind so reich wie nie

Rekord beim Geldvermögen  

Die Deutschen sind so reich wie nie

28.04.2014, 13:07 Uhr | t-online.de, dpa

Rekord beim Geldvermögen: Die Deutschen sind so reich wie nie . Von dem Höhenflug an den Börsen profitieren immer weniger Deutsche (Quelle: dpa)

Geldvermögen auf Rekordniveau, doch vom Höhenflug an den Börsen profitieren nur wenige Deutsche (Quelle: dpa)

Die Kursgewinne an den Börsen haben das Geldvermögen der Deutschen auf einen neuen Höchststand katapultiert. So ist das Vermögen privater Haushalte im vierten Quartal 2013 laut Deutscher Bundesbank um rund 79 Milliarden Euro auf den historischen Höchstwert von 5,15 Billionen Euro angewachsen. Jedoch profitieren immer weniger Menschen vom Höhenflug an den Börsen. Denn die Deutschen verkaufen ihre Aktien lieber und stecken ihr Geld stattdessen in sichere Bankeinlagen, die kaum Zinsen abwerfen.

Dies deute darauf hin, "dass die Geldvermögensbildung der privaten Haushalte trotz der positiven Kapitalmarktentwicklung weiterhin von einer gewissen Risikoaversion geprägt ist", erläutert die Bundesbank ihr Zahlenwerk.

Sicherheit und Verfügbarkeit statt Rendite

Das ist umso bedauerlicher, da der Hauptbatzen des jüngsten Vermögensanstiegs mit 47 Milliarden Euro auf Kursgewinne bei Aktien und Investmentzertifikaten entfiel.

Demgegenüber haben die Deutschen 32 Milliarden Euro in zinsschwache Bankeinlagen gesteckt. Gleichzeitig trennten sich die privaten Haushalte von Aktien im Wert von vier Milliarden Euro. Festverzinsliche Wertpapiere einschließlich Geldmarktpapiere wurden ebenfalls im Volumen von vier Milliarden Euro abgestoßen.

Während die Ansprüche gegenüber Versicherungen um rund 16 Milliarden Euro gestiegen sind, sind Immobilien oder Kunstwerke in den Berechnungen der Bundesbank nicht enthalten.

Keine überraschende Entwicklung

Der Trend hin zu sicheren Bankeinlagen ist keineswegs neu, sondern ist schon seit geraumer Zeit zu beobachten. Dabei ist auffällig, dass laut Bundesbank vor allem Girokonten stark gefragt sind, bei denen das Geld zwar täglich abrufbar ist, die aber in aller Regel gar keine Zinsen abwerfen.

Unterm Strich resümiert die Bundesbank deshalb, dass die "Präferenz der privaten Haushalte für liquide Bankeinlagen", die stets verfügbar sind, auch im vierten Quartal deutlich zu erkennen sei.

Extrem ungleiche Verteilung

Die Erhebung der Bundesbank bekräftigt das Ergebnis einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) vom Februar. Der Untersuchung zufolge sind die Vermögen nirgendwo sonst in der Eurozone so ungleich verteilt wie in Deutschland.

So verfügt das reichste Zehntel der Untersuchung nach über mindestens 217.000 Euro, während knapp 28 Prozent der Deutschen netto nichts von seinem Einkommen übrig bleibt. Bei etwa sieben Prozent sind die Schulden sogar größer als der Besitz.

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