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Niedrigzinsen kosten Verbraucher 112 Milliarden Euro laut DZ Bank

Studie  

Niedrigzinsen kosten Verbraucher 112 Milliarden Euro

09.04.2015, 14:27 Uhr | AFP

Niedrigzinsen kosten Verbraucher 112 Milliarden Euro laut DZ Bank. Niedrige Zinsen kosten die Verbraucher eine Stange Geld. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Niedrige Zinsen kosten die Verbraucher eine Stange Geld. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

In den vergangenen Jahren herrschte eine Phase extrem niedriger Zinsen vor. Das hat die Verbraucher eine Menge Geld gekostet - trotz der Vorteile durch geringe Kreditkosten. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie der DZ Bank gekommen.

In den vergangenen fünf Jahren verloren deutsche Haushalte durch den Einbruch der Zinseinkünfte über 190 Milliarden Euro, wie aus einer in Frankfurt am Main veröffentlichten Studie der DZ Bank hervorgeht. Demgegenüber stehen Vorteile durch geringere Kreditkosten - im fraglichen Zeitraum laut der Bank insgesamt fast 78 Milliarden Euro. Unterm Strich steht also ein Minus von 112 Milliarden Euro.

Pro Kopf 1400 Euro Verlust

Als Vergleichswert für die vergangenen Jahre legten die Experten das durchschnittliche Zinsniveau der Jahre von 1998 bis 2009 an, das bei 4,2 Prozent gelegen hatte. Grob gerechnet machten die Bundesbürger durch die niedrigen Zinsen in den vergangen fünf Jahren demnach pro Kopf einen Verlust von rund 1400 Euro.

"Besonders problematisch" aus Sicht der Sparer seien die Jahre 2011 bis 2013 verlaufen, heißt es in der Studie. In dieser Zeit lag der Nominalzins aller verzinslichen Geldanlagen durchschnittlich unter der Inflationsrate. Die Folge war ein negativer Realzins; Sparer verloren also Geld. Nur aufgrund der extrem niedrigen Inflation im vergangenen Jahr gab es für Sparer 2014 demnach einen "leicht positiven" Realzins.

Anleihenkauf wird Zinsen niedrig halten

Die Studienautoren gehen davon aus, dass die Zinsen in der nächsten Zeit weiter im Keller bleiben. Grund dafür sei das umfangreiche Anleihekaufprogramm der Europäischen Zentralbank (EZB). Die Notenbank hatte am 22. Januar verkündet, bis Ende September 2016 jeden Monat 60 Milliarden Euro in die Märkte zu pumpen, um das Risiko einer Deflation abzuwenden. Das Programm startete Anfang März. Die EZB setzt darauf, dass Investoren nach dem Abkauf von Staatsanleihen ihr Geld anderswo investieren, so das Wachstum ankurbeln und eine gefährliche Spirale aus sinkenden Preisen verhindern.

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Während der Durchschnittssparer unter den Niedrigzinsen leidet, profitiert der Bund sehr davon. Einer aktuellen Schätzung des Instituts für Weltwirtschaft (IfW) zufolge spart der Bund alleine 2015 rund 20 Milliarden Euro ein. Das IfW rechnet frühestens 2017 mit steigenden Zinsen.

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