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Tarifstreit: Postbank-Beschäftigte beginnen unbefristete Streiks

Verbraucher  

Postbank-Beschäftigte starten mit unbefristeten Streiks

20.04.2015, 10:12 Uhr | dpa

Tarifstreit: Postbank-Beschäftigte beginnen unbefristete Streiks. Postbank-Kunden aufgepasst: Die Filialen in Sachsen, Sachsen-Anhalt sowie in Teilen von Brandenburg und Thüringen sind geschlossen.

Postbank-Kunden aufgepasst: Die Filialen in Sachsen, Sachsen-Anhalt sowie in Teilen von Brandenburg und Thüringen sind geschlossen. Foto: Martin Gerten. (Quelle: dpa)

Bonn (dpa) - Im festgefahrenen Tarifkonflikt bei der Postbank haben die ersten unbefristeten Streiks begonnen. Der Ausstand startet am Montag (20. April) im Filialbereich Sachsen, Brandenburg und Sachsen-Anhalt sowie in Teilen Thüringens.

"Das wird der erste Schwerpunkt sein", sagte Verdi-Sprecher Christoph Schmitz. In den darauffolgenden Tagen sollen die Streiks nach und nach gesteigert und auf ganz Deutschland ausgeweitet werden.

Der unbefristete Streik werde deutlichere Auswirkungen haben als die Warnstreiks, betonte Verdi. "Wir bitten die Kundinnen und Kunden der Postbank um Verständnis dafür, dass sie ab der kommenden Woche vielfach vor geschlossenen Türen der Postbank-Filialen stehen werden."

Hintergrund des Konflikts sind aus Sicht von Verdi fehlende Angebote zum Kündigungsschutz und die unklaren Perspektiven bei der Tochtergesellschaft der Deutschen Bank. Spekulationen über einen möglichen Verkauf oder Teilverkauf beziehungsweise der Platzierung eines größeren Aktienpaketes der Postbank an der Börse haben Befürchtungen über einen Stellenabbau ausgelöst.

Zum Kündigungsschutz sagte Verhandlungsführer Christoph Meister: "Die Verweigerungshaltung der Arbeitgeber, ein Angebot zum Kündigungsschutz vorzulegen, führt zu einer hohen emotionalen Belastung der Beschäftigten in den Unternehmen und kanalisiert sich in einer großen Entschlossenheit, einen Kündigungsschutz durchzusetzen. Wir erwarten gerade in der jetzigen Situation, dass die Deutsche Bank zu ihren Beschäftigten steht und die Veränderungen mit ihnen und nicht gegen sie umsetzt. Dieses Signal der Wertschätzung ist längst überfällig."

Verdi fordert deshalb für die über 9000 Mitarbeiter eine Verlängerung des Kündigungsschutzes bis 2020 sowie fünf Prozent mehr Gehalt bei einer Laufzeit von 12 Monaten. Das lehnt der Arbeitgeber ab.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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