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Arbeitnehmersparzulage: So fördert der Staat Geringverdiener

Arbeitnehmersparzulage  

Geschenktes Geld durch Zuschuss vom Staat vermehren

06.12.2015, 11:58 Uhr | Von Eric Brandmayer, Finanztip.de

Arbeitnehmersparzulage: So fördert der Staat Geringverdiener. Wer wenig verdient und trotzdem spart, bekommt vom Staat etwas dazu geschenkt. (Quelle: dpa)

Wer wenig verdient und trotzdem spart, bekommt vom Staat etwas dazu geschenkt. (Quelle: dpa)

Ein neues Auto oder ein schöner Urlaub in warmen Gefilden: Viele Bundesbürger mit kleinem Einkommen können sich solche Wünsche oft nicht auf Anhieb leisten. Und das Gehalt reicht auch nicht immer, um jeden Monat genug zurückzulegen und solche Ausgaben in den kommenden Jahren zu stemmen. Doch es gibt einen Lichtblick.

Mit der Arbeitnehmersparzulage auf vermögenswirksame Leistungen (VL) fördert der Staat Arbeitnehmer und Beamte mit geringerem Einkommen, die sich damit ein paar Extras finanzieren können.

Vermögenswirksame Leistungen zahlt ein Arbeitgeber seinen Angestellten freiwillig; es besteht kein gesetzlicher Anspruch darauf. Die Arbeitnehmer, die VL erhalten, bekommen bis zu 40 Euro monatlich geschenkt. Und wer weniger als 20.000 Euro zu versteuerndes Einkommen hat, hat zusätzlich Anspruch auf die Arbeitnehmersparzulage.

Tipp: VL Aufstocken - Zahlt Ihr Chef nicht den Höchstbetrag von 40 Euro im Monat, empfehlen wir, eigenes Geld in vermögenswirksame Leistungen zu investieren. So kommen Sie dennoch in den Genuss der vollen staatlichen Förderung, wenn Sie unterhalb der Einkommensgrenzen bleiben.

Die Prämie vom Staat gibt es je nach Verwendungszweck in zwei unterschiedlichen Höhen: VL-Sparpläne für Aktienfonds werden mit 20 Prozent bezuschusst, VL-Bausparverträge mit 9 Prozent.

20 Prozent Zulage bei Aktienfonds

Wenn Sie Ihre vermögenswirksamen Leistungen in Sparpläne für Aktienfonds anlegen, fördert der Staat das mit 20 Prozent. Allerdings nur bis zu einem eingezahlten Höchstbetrag von 400 Euro für Singles und 800 Euro für Ehepartner pro Jahr. Die höchste Prämie vom Staat beträgt also 80 Euro beziehungsweise 160 Euro. Das zu versteuernde Einkommen darf bei Singles 20.000 Euro und bei Ehepartnern 40.000 Euro nicht übersteigen.

Arbeitnehmersparzulage bei Aktienfonds
SinglesVerheiratete
Einkommensgrenze20.000 Euro40.000 Euro
Höchste geförderte Sparzulage400 Euro800 Euro
Geförderte Sparleistung20 Prozent20 Prozent
Höchste Spareinlage80 Euro160 Euro
Quelle: Fünftes Gesetz zur Förderung der Vermögensbildung der Arbeitnehmer (17. November 2015)

Beim Bausparen gelten andere Grenzen

Als (angehender) Häuslebauer können Sie das Geschenk vom Chef auch in einen Bausparvertrag oder in die Tilgung von Baukrediten stecken. Das subventioniert der Staat ebenfalls – allerdings nur mit 9 Prozent. Die geförderten Höchstbeiträge liegen mit 470 Euro für Alleinstehende und 940 für Ehepaare etwas über denen der Aktienfonds.

Die staatliche Prämie beträgt demnach 43 Euro beziehungsweise 86 Euro pro Jahr. Die Grenze für das zu versteuernde Einkommen ist dagegen mit 17.900 bei Singles und 35.800 bei Ehepaaren niedriger als bei Aktienfonds.

Arbeitnehmersparzulage beim Bausparen
SinglesVerheiratete
Einkommensgrenze17.900 Euro35.800 Euro
Höchste geförderte Sparzulage470 Euro940 Euro
Geförderte Sparleistung9 Prozent9 Prozent
Höchste Spareinlage43 Euro86 Euro
Quelle: Fünftes Gesetz zur Förderung der Vermögensbildung der Arbeitnehmer (17. November 2015)

Doppelte Förderung beanspruchen

Die Arbeitnehmersparzulage können Sie für zwei Verträge nebeneinander beanspruchen. Dafür brauchen Sie zwei Verträge, in die der Chef das Geld für Sie investiert. Teilen Sie ihm mit, dass er in beide Verträge einzahlen soll, ansonsten bekommen Sie nicht die volle Förderung. So können Sie als Single jährlich insgesamt 123 Euro staatliche Prämie erhalten, als Ehepaar sogar 246 Euro.

Sieben Jahre sind Pflicht

Die Mindestlaufzeit für einen VL-Vertrag beträgt sieben Jahre. Nur dann gibt es auch die Prämie. Die Einkommensgrenze muss nicht in jedem Jahr eingehalten werden. Wenn Sie in einem Jahr mehr verdienen, entfällt die Arbeitnehmersparzulage allerdings für diese zwölf Monate. Im nächsten Jahr können Sie sie dann wieder erhalten.

Der Staat schreibt die Förderung Ihrem Anlage- oder Bausparvertrag erst nach der siebenjährigen Sperrfrist gut. Vorher wird nur die Höhe festgesetzt.

Die Förderung beantragen Sie mit der Einkommensteuererklärung. Dazu reicht ein Häkchen. Zusätzlich müssen Sie die „Bescheinigung zu VL“ beilegen. Wenn Sie es in einem Jahr oder zu Beginn des Vertrages vergessen haben, ist das nicht schlimm: Sie können die Prämie rückwirkend für vier Jahre beantragen.

Mehr dazu finden Sie bei Finanztip.

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