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So setzen Sie den Winterdienst von der Steuer ab

Haushaltsnahe Dienstleistungen  

So setzen Sie den Winterdienst von der Steuer ab

10.01.2016, 12:51 Uhr | von Udo Reuß - Finanzip

So setzen Sie den Winterdienst von der Steuer ab. Verbraucher können Kosten für den Winterdienst steuerlich absetzen. (Quelle: dpa)

Verbraucher können Kosten für den Winterdienst steuerlich absetzen. (Quelle: dpa)

Schnee und Eis können Innenstädte in schöne Winterlandschaften verwandeln und zugleich für Fußgänger und Radfahrer tückisch sein. Deshalb schreiben die meisten Kommunen vor, dass Hauseigentümer die Gehwege vor dem Gebäude räumen müssen. Viele Hausbesitzer beauftragen einen professionellen Winterdienst, der die Räum- und Streupflicht übernimmt. Vermieter können die Kosten dafür über die Nebenkostenabrechnung an ihre Mieter weitergeben.

Sowohl Mieter als auch Eigentümer können die Ausgaben für den Winterdienst als haushaltsnahe Dienstleistung in ihrer Steuerklärung geltend machen und sich so einen Teil davon vom Fiskus zurückholen. Abzugsberechtigt ist derjenige, der die Kosten hierfür getragen hat, also das Geld überwiesen und eine Rechnung oder die Nebenkostenabrechnung hat.

Kosten auch außerhalb der Grundstücksgrenze absetzbar

Bis 2014 akzeptierten die Finanzämter nur die Kosten für den Winterdienst, die direkt auf dem Grundstück angefallen sind. Lohnkosten für das Räumen der öffentlichen Gehwege oder der Straße galten nicht als haushaltsnahe Dienstleistung, weil sie außerhalb des Haushalts entstanden seien.

Der Bundesfinanzhof (BFH) hatte aber bereits im März 2014 entschieden, dass eine Leistung nicht zwangsläufig „im Haushalt“ anfallen muss, um als haushaltsnah zu gelten (VI R 55/12). Es genüge, wenn die Arbeit „zum Nutzen des Haushalts“ erledigt werde, urteilte der BFH. Sie können sich auf dieses Urteil berufen, denn es wurde im November 2014 im Bundessteuerblatt (BStBl II 2014, Seite 880) veröffentlicht und muss folglich von allen Finanzämtern angewendet werden.

20 Prozent der Lohnkosten absetzbar

Falls Sie zur Schneeräumung von öffentlichen Straßen und Gehwegen verpflichtet sind und dafür einen Dienstleister beauftragen, können Sie ein Fünftel der Lohnkosten steuerlich absetzen. Insgesamt dürfen Sie in der Einkommensteuererklärung pro Jahr maximal 20.000 Euro an haushaltsnahen Dienstleistungen geltend machen. Das heißt: Sie können bis zu 4.000 Euro direkt von Ihrer Steuerschuld abziehen.

Neben dem Winterdienst dürfen Sie als Mieter auch die in der Nebenkostenabrechnung aufgeführten Ausgaben für die Gartenpflege, den Hausmeister oder die Treppenhausreinigung als haushaltsnahe Dienstleistungen absetzen. Mehr dazu lesen Sie in unserem Ratgeber Haushaltsnahe Dienstleistungen.

Mehr dazu finden Sie bei Finanztip.de.


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