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Ihr Lohnzettel 2016: Steuern runter - Abgaben rauf

So sieht Ihr Lohnzettel nun aus  

Steuern runter - Abgaben rauf

24.01.2016, 11:36 Uhr | Finanztip.de

In den nächsten Tagen erhalten die meisten Arbeitnehmer Ihre Lohnabrechnung für den Januar. Und sie hoffen wahrscheinlich auf ein bisschen mehr Geld fürs Konto. Schließlich haben wir alle von den fünf Milliarden Euro gehört, um die die Steuerzahler in diesem Jahr entlastet werden. 

Ganz wichtig dabei: Der Grundfreibetrag, also der Teil des Einkommens, der steuerfrei bleibt, wurde um 2,0 Prozent auf 8652 Euro erhöht. Wer Kinder hat, kann auch für diese einen höheren Teil seines Einkommens steuerfrei stellen und erhält 2 Euro mehr Kindergeld im Monat - für jedes Kind. Eigentlich müsste also jeder etwas mehr bekommen.

Warum vielleicht weniger bei Ihnen ankommt

Doch da gibt es noch die Sozialversicherungsbeiträge. Und an diesem Punkt wird es für die meisten teurer: Um 0,2 Prozentpunkte steigen im Schnitt die Beiträge für die Krankenkassen. Auch die Beitragsbemessungsgrenze steigt. Unterm Strich sinkt deshalb bei vielen Arbeitnehmern das Nettogehalt. Am meisten drauflegen müssen kinderlose Ehepartner, von denen mindestens einer 6500 Euro brutto im Monat verdient: Er oder sie hat monatlich 155 Euro weniger in der Tasche als noch im Vorjahr. Da hilft nur der Wechsel zu einer preiswerteren Kasse.

Der Kostentreiber Krankenkasse wirft also einen Schatten auf die Steueränderungen. Deren wichtigster Aspekt ist sicher die Neutralisierung der "kalten Progression". Denn zum ersten Mal hat der Fiskus den Steuertarif so angepasst, dass kleinere Lohnerhöhungen in der Größenordnung der Inflationsrate nicht automatisch zu einem höheren Steuersatz führen. Dafür wurden die Steuersätze um den Effekt der Inflation aus den Jahren 2014 und 2015 korrigiert.

Unterhaltshöchstbetrag ist gestiegen

Auch wer Unterhalt leisten muss, darf 2016 etwas mehr absetzen. In diesem Jahr können Sie bis zu 8652 Euro an Unterhaltszahlungen - etwa an Ihren geschiedenen Ehegatten - geltend machen. Das sind zwei Prozent oder 180 Euro mehr als noch 2015.  Zum Ratgeber

Besonders wichtig: Dieses Jahr kommen Sie an vielen Stellen nicht mehr darum herum, die Steuer-Identifikationsnummer zu nennen. Unterhaltszahler müssen in der Steuererklärung jetzt die Steuer-ID desjenigen angeben, den er unterstützt. Außerdem ist Ihre eigene Nummer bei jedem Freistellungsauftrag bei einer Bank sowie für Kindergeldzahlungen bei der Familienkasse Pflicht. Überprüfen Sie unbedingt Ihre Freistellungsaufträge, sonst führt Ihre Bank womöglich unnötig Steuern ab. 

Lohnsteuer-Ermäßigung sofort

Was viele nicht nutzen: Sie müssen nicht bis zum Einkommensteuerbescheid des Finanzamts auf Geld warten. Die Fahrtkosten zum Beispiel, aber auch Kinderbetreuungskosten oder Unterhalt können Sie direkt beim Finanzamt geltend machen als elektronisches Lohnsteuerabzugsmerkmal (Elstam), so heißt das im Beamtendeutsch. Das hat den Effekt, dass Sie sofort Monat für Monat mehr netto vom Bruttogehalt aufs Konto überwiesen bekommen, da kommen schnell 100 Euro zusammen. Zum Ratgeber

Auch bei den Abzugsmerkmalen hat sich übrigens etwas zum Positiven geändert: Die Freibeträge für diese regelmäßig wiederkehrenden Kosten können Sie ab sofort für zwei Jahre vermerken lassen.

Werbungskosten richtig ansetzen

Damit Sie diese Freibeträge geltend machen können, müssen Sie mindestens 600 Euro an Abzügen nachweisen. Bedenken Sie, dass die Fahrtkosten zu den Werbungskosten zählen: Bei diesen wird schon automatisch ein Freibetrag von 1000 angesetzt. Sie müssen also insgesamt Werbungskosten oder andere steuerlich relevante Aufwendungen von 1600 Euro nachweisen: zum Beispiel die Kosten für 30 Kilometer Fahrweg zur Arbeit, 1000 Euro Kosten für die Fortbildung in Excel und in Business-Englisch sowie 500 Euro Kosten im Monat für die doppelte Haushaltsführung.  Zum Ratgeber  

Gerade im Januar ist es gut, dem Fiskus kein zinsloses Darlehen zu gewähren. Viele spüren noch das Loch der teuren Weihnachtstage, stehen womöglich im Dispo. Dann sparen Sie noch zusätzlich Schuldzinsen.

Mehr zum Thema Steuererklärung finden Sie bei Finanztip.de.

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