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Finanztip-Ratgeber: Sieben Tipps für die richtige Geldanlage

Finanztip-Ratgeber  

Sieben Tipps für die richtige Geldanlage

28.02.2016, 12:02 Uhr | Finanztip

Haben Sie schlecht geschlafen, weil sich sich die Börse zuletzt abwärts und der Dax wieder bedrohlich Richtung 9000er-Marke bewegte? Das war nicht nötig. Sie brauchen sich den Abend nicht von den Börsenmeldungen vor der Tagesschau vermiesen lassen, nicht von der abkühlenden Konjunktur und auch nicht vom sinkenden Ölpreis. "Finanztip" nennt sieben Tipps, nach deren Beherzigung Ihre Geldanlagen besser laufen sollten.

Unsere neue Auswertung von historischen Daten seit 1975 zeigt: Wer 10 bis 15 Jahre drangeblieben ist, hat auch in schlechten Börsen-Zeiten am Ende nie Verluste gemacht. Es geht also immer auch wieder aufwärts. Anstatt nervös zu werden, nehmen Sie turbulente Börsenzeiten wie diese daher lieber zum Anlass, sich grundsätzlich mit Ihrer Geldanlage auseinanderzusetzen. Das schaffen Sie alleine, ohne Banken und fragwürdige Berater, wenn Sie ein paar Regeln beherzigen.

Erst die Schulden tilgen

Schulden zurückzuzahlen ist die renditestärkste Form der sicheren Geldanlage. Die Zinsen auf Kredite sind in aller Regel deutlich höher als die Zinsen auf Ihre Spareinlagen. Vor einem Engagement an der Börse prüfen Sie also zuerst, ob Sie alte Kredite ablösen oder Ihren Dispokredit ausgleichen können. Auch eine Sondertilgung für Ihre Baufinanzierung lohnt sich.

Das Sparziel bestimmen

Bevor Sie Geld anlegen, sollten Sie folgende Fragen beantworten: Wie lange können Sie auf das Geld verzichten? Welche Wertschwankungen können Sie zwischenzeitlich ertragen? Wie viel Geld benötigen Sie am Ende des Anlagezeitraums?

Ein Renditerechner hilft Ihnen dabei, abhängig von diesen Angaben eine Wunschrendite zu ermitteln.

Tipp: Eine Anleitung, wie viel Risiken Sie angesichts Ihrer persönlichen Umstände eingehen sollten, finden Sie in unserem Artikel zum Risikoprofil. Zum Ratgeber

Ihr Geld richtig aufteilen

Haben Sie die Fragen für sich beantwortet? Dann können Sie loslegen. Zuerst brauchen Sie aber einen Notgroschen, mindestens zwei bis drei Monatseinkommen sollten Sie auf einem Tagesgeldkontoparken. Weitere Ersparnisse packen Sie auf ein Festgeldkonto, sofern Sie Ihr Geld in den nächsten fünf Jahren brauchen. Können Sie Ihr Geld zehn Jahre oder länger entbehren und sind Sie bereit, etwas mehr zu riskieren für eine höhere Rendite, dann mischen Sie zu Tages- und Festgeld auch Indexfonds (ETFs) auf den Welt-Aktienindex MSCI World oder andere breit gestreute Aktienindizes.

Tipp: Mit Indexfonds können Sie besonders günstig an der Entwicklung des MSCI World teilhaben. Mehrere Anbieter haben passende Fonds im Programm.

In Aktien nur langfristig anlegen

Je länger Sie anlegen und je breiter Sie Ihre Anlagen streuen, desto weniger Kopfzerbrechen muss Ihnen das Auf und Ab an der Börsen machen. Beispiele? Über die vergangenen 40 Jahre hat der breit gestreute MSCI World im Schnitt 6,7 Prozent Rendite erzielt. Ein ausgewogenes Portfolio mit je 30 Prozent Tages- und Festgeld und 40 Prozent Aktien lag über einen beliebigen 10-Jahres-Zeitraum zwischen 1975 und 2015 immer im Plus. Und auch ein renditestarkes Portfolio mit 80-prozentigem Aktienanteil entwickelte sich über einen beliebigen 15-Jahres-Zeitraum immer positiv.

Einmal im Jahr nachsehen

Haben Sie Ihr Geld aufgeteilt, heißt es eigentlich: Füße hochlegen. Es schadet allerdings nicht, regelmäßig zu checken, ob sich bei Sparzielen oder Anlagedauer etwas geändert hat. In großem Stil umzuschichten, lohnt sich wegen der hohen Kosten nur, wenn Sie mehr als 20.000 Euro auf der hohen Kante haben.

Tipp: Als Faustregel gilt, dass Fondskäufe und Verkäufe  unwirtschaftlich sind, wenn sie mehr als ein Prozent des Anlagebetrags kosten. Lesen Sie hier mehr dazu.

Rechtzeitig in sichere Anlagen umschichten

Verlieren Sie nicht aus den Augen, wann Sie Ihr Geld benötigen. Vor allem bei hohen Aktienquoten sollten Sie Ihr Geld etwa fünf Jahre vorher schrittweise in sichere Anlagen umschichten. Sie riskieren ansonsten, Vermögen zu verlieren, weil Sie gerade in einer Abschwungphase an Ihr Geld müssen.

Regelmäßig Geld entnehmen

Möchten Sie das angesparte Geld als Grundlage für eine zusätzliche Rente nutzen, sollten Sie über einen Auszahlplannachdenken. Wenn Sie sicher sein wollen, dass das Geld bis zum Lebensende reicht, kommt auch eine Sofortrentebei einem Versicherer infrage. Flexibler und renditestark waren in der Vergangenheit aber selbst gestrickte Auszahlpläne mit Fonds, mit den heutigen kostengünstigen ETFs geht das noch besser. Gute Angebote für solche Pläne haben etwa die Augsburger Aktienbank oder der Wertpapierbroker Flatex.

Tipp: Sie steigern Ihre Rendite auch, wenn Sie möglichst wenig für Kauf und Verwahrung Ihrer Aktien bezahlen. Beispielsweise Flatex und die Onvista Bank bieten günstige Depots.

Mehr zum Thema finden Sie im Ratgeber Geldanlage bei Finanztip.de.

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