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EZB-Führung erteilt "Helikoptergeld" eine klare Absage

Keine Geschenke von der Notenbank  

EZB-Direktoren erteilen "Helikopter-Geld" klare Absage

07.04.2016, 19:42 Uhr | rtr, dpa-AFX, t-online.de

EZB-Führung erteilt "Helikoptergeld" eine klare Absage. Kein Hubschrauber über der EZB-Zentrale: Die Notenbank lehnt das "Helikopter-Geld" ab. (Quelle: dpa)

Kein Hubschrauber über der EZB-Zentrale: Die Notenbank lehnt das "Helikopter-Geld" ab. (Quelle: dpa)

Zwei Direktoren der Europäischen Zentralbank (EZB) haben sich gegen die Idee einer Verteilung direkter Geldgeschenke an die Bürger zur Anheizung der Inflation gestellt. Über ein solches "Helikopter-Geld" werde noch nicht einmal diskutiert, sagte EZB-Chefvolkswirt Peter Praet.

Ins gleiche Horn stieß EZB-Vize Vitor Constântio im Europa-Parlament: "Das ist nicht auf dem Tisch in irgendeiner Gestalt oder Form."

Praet sagte in Frankfurt bei einer Diskussionsveranstaltung zum Thema Inflation, die EZB habe noch genügend Pfeile im Köcher. "Falls es zu weiteren negativen Schocks kommen sollte, könnten wir unsere Maßnahmen erneut anpassen, um der Stärke des Gegenwindes zu begegnen." Dabei würden mögliche Nebeneffekte berücksichtigt.

Dass die Inflation weiter niedrig sei, liege nicht an einer ineffektiven Geldpolitik, sondern daran, dass die Wirtschaft in der Zwischenzeit von neuen dämpfenden Einflüssen getroffen worden sei.

Praet kontert Kritiker

"In Deutschland gibt es viele Attacken gegen die EZB", sagte Praet. Die harsche Kritik sei "manchmal schwer zu verdauen". Der Ökonom räumte zwar ein, dass die lockere Geldpolitik auch Risiken mit sich bringe. Allerdings hätten die Kritiker keine sinnvollen Alternativen anzubieten.

Unter Volkswirten gilt "Helikopter-Geld" als letztes Mittel der Geldpolitik - wenn alle anderen konventionellen und unkonventionellen Instrumente ausgereizt sind. Das schwedische Bankhaus Nordea hatte jüngst eine Summe von 1300 Euro ins Gespräch gebracht, die die Notenbank direkt an die Bürger der 19 Länder des Euro-Raums ausschütten könne.

Die Idee dahinter ist, dass viele Menschen das geschenkte Geld rasch ausgeben und damit für einen Preisschub sorgen. Wenn sie es stattdessen sparen, wäre das Ziel verfehlt. Theoretisch müsste es sich deshalb nicht unbedingt um Bargeld handeln. Bei Einkaufsgutscheinen, zumal mit kurzer Gültigkeit, wäre ein Ansparen nicht möglich.

EZB-Präsident Mario Draghi hatte das "Helikopter-Geld" für die Verbraucher im März "als sehr interessante Idee" bezeichnet. Danach brach eine rege Diskussion über solche Geschenke aus.

Draghi macht wenig Hoffnung auf anziehende Inflation

Unterdessen erklärte Draghi im EZB-Jahresbericht, auch 2016 werde für die Notenbank ein hartes Jahr sein. Die Aussichten für die Weltwirtschaft seien unsicher, Es gebe weiter Druck auf die Inflation. Zudem stellten sich Fragen in Bezug auf die künftige Ausrichtung Europas und der Widerstandsfähigkeit des Kontinents "gegenüber neuen Schocks". In dem Umfeld sei die Verpflichtung auf das Mandat, für Preisstabilität zu sorgen, "ein Vertrauensanker".

Die Euro-Wächter hatten erst jüngst ihre Geldpolitik weiter gelockert, um die weiter schleppende Konjunktur anzuheizen und die aus ihrer Sicht unerwünscht niedrige Inflation zu befeuern.

Die EZB senkte unter anderem ihre drei Hauptzinsen und weitete ihr in Deutschland umstrittenes Anleihenkaufprogramm aus. Die EZB strebt als eine Inflation von knapp zwei Prozent an. Davon ist sie aber aktuell weit entfernt. Im März waren die Verbraucherpreise sogar um 0,1 Prozent gesunken. Solange die Inflation nicht steigt, besteht auch keine Hoffnung auf steigende Zinsen für Geldanlagen.

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