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Erbschaft ausgeschlagen: Entscheidung kann anfechtbar sein

Aktuelles Urteil  

Erbschaft ausgeschlagen: Wann die Entscheidung rückgängig gemacht werden kann

22.03.2019, 06:34 Uhr | dpa

Erbschaft ausgeschlagen: Entscheidung kann anfechtbar sein. Bei einem maßgeblichen Irrtum kann man eine Erbschaft anfechten. (Quelle: dpa/tmn/Symbolbild/Warnecke)

Bei einem maßgeblichen Irrtum kann man eine Erbschaft anfechten. (Quelle: Symbolbild/Warnecke/dpa/tmn)

Eine Erbschaft kann ausgeschlagen werden. Die Gründe dafür können vielfältig sein. Stellt sich später aber heraus, dass das Erbe aus einem falschen Grund ausgeschlagen wurde, kann diese Entscheidung angefochten werden. Allerdings muss der Irrtum maßgeblich sein.

Erbschaft: Wann eine Ausschlagung rückgängig gemacht werden kann

In dem vorliegenden Fall war der Erblasser verheiratet und hatte mit seiner Ehefrau einen Sohn. Er hinterließ außerdem einen Bruder. Der Sohn schlug sein gesetzliches Erbe in dem Glauben aus, dass seine Mutter seinen Erbanteil erhalten wird. Der Bruder des Erblassers beanspruchte diesen jedoch. Daraufhin wollte der Sohn seine Ausschlagungserklärung anfechten.

Mit Erfolg: Die Ausschlagung wurde rückgängig gemacht. Anfechten könne der Sohn, weil er sich über etwas geirrt hat, das das Gesetz als maßgeblich ansieht, erklärte das Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt zur Begründung (Az.: 20 W 197/16).

Erbe hatte Rechtsfolgen falsch eingeschätzt

In diesem Fall habe er die Rechtsfolgen seiner Erklärung falsch eingeschätzt. Der Sohn ging davon aus, dass seine Mutter Alleinerbin wird. In Wahrheit erbte infolge seiner Ausschlagung auch der Bruder seines Vaters. Dieser Irrtum berechtige zur Anfechtung, und die fristgerecht erklärte Anfechtung konnte die ursprüngliche Rechtslage wieder herbeiführen: Mutter und Sohn sind Miterben nach dem Vater.

Über das Urteil informiert die Arbeitsgemeinschaft Erbrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV).

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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