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Depot-Kosten können Ihre Rendite erheblich schmälern

Augen auf bei den Gebühren  

Depot-Kosten können Ihre Rendite erheblich schmälern

29.01.2018, 10:19 Uhr | sm, dpa

Depot-Kosten können Ihre Rendite erheblich schmälern. Depotkosten: Manchmal lohnt es sich, bei Geldanlagen zweimal hin zu schauen. (Quelle: dpa/Andrea Warnecke)

Depotkosten: Manchmal lohnt es sich, bei Geldanlagen zweimal hin zu schauen. (Quelle: Andrea Warnecke/dpa)

Wie erfolgreich sich eine Geldanlage entwickelt, hängt nicht nur von Kursgewinnen ab. Eine große Rolle spielen auch die Nebenkosten.

Wer langfristig anlegt, sollte daher auch auf günstige Depotgebühren achten, erklärt die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen nach einer Stichprobe bei zwölf Geldinstituten. Vor allem bei kleineren Anlagesummen können hohe Kosten eine erwirtschaftete Rendite erheblich schmälern.

Falsches Bank-Depot bedeutet Kapitalverlust

Getestet wurden verschiedene Preismodelle, die Filialbanken und Online-Anbieter für die Geldanlage in ETF-Fonds anbieten. Für diese benötigen Anleger ein Wertpapierdepot, über das dann an der Börse Fondsanteile erworben werden. Im Vergleich zur klassischen Fondsanlage gelten ETFs als verhältnismäßig günstige Anlagestrategie, da sie erstens zumeist ohne den Ausgabeaufschlag (Agio) erworben werden und zweitens ohne aktives Fondsmanagement auskommen. Da mit ihnen "passiv" ein Index wie zum Beispiel der deutsche Leitindex DAX oder international der Eurostoxx oder Dow Jones nachgebildet werden, sollten die Verwaltungsgebühren für ETFs gering sein.

Und hier steckt der Haken manchmal im Kleingedruckten. Anleger sollten unter anderem die Gebühren pro Kauf- und Verkauforder sowie die Depotgebühren – wenn sie ihre Anlage längerfristig halten wollen – im Auge behalten.

Hohe Servicegebühren bei Filialbanken

Die Verbraucherschützer errechneten die Depotkosten für zwei Szenarien: In einem Fall investierte ein Anleger 1.000 Euro in börsengehandelte Indexfonds (ETF), im anderen Fall wurden 10.000 Euro angelegt. Das Ergebnis: Bei Filialbanken mussten Kunden oft tief in die Tasche greifen. Hier lagen die Kosten für das 1000-Euro-Depot in einem Fall sogar bei 147 Euro. Beim 10.000-Euro-Depot wurden bis zu 250 Euro verlangt.

Blick auf Online-Anbieter lohnt

Günstiger waren hingegen meist Online-Anbieter. Die Depotkosten lagen hier in einem Fall bei 10 Euro, andere Institute stellen bis zu rund 20 Euro in Rechnung. Eine Ausnahme: Ein Geldinstitut verlangte von Online-Kunden bei einem Anlagebetrag von 1.000 Euro fast 12 Euro pro Quartal, wenn nicht mindestens eine Order in diesem Zeitraum durchgeführt wurde.

Quelle:
- eigene Recherchen
- Verbraucherzentrale NRW
- dpa

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