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Finanzen: Kontostand überprüfen die meisten inzwischen online

Filialsterben der Banken  

Kontostand überprüfen die meisten inzwischen online

08.05.2018, 10:12 Uhr | dpa, rtr

Finanzen: Kontostand überprüfen die meisten inzwischen online. Online-Banking ist beliebt.

Online-Banking ist beliebt. Foto: Sebastian Gollnow. (Quelle: dpa)

Den Kontostand überprüfen oder Überweisungen tätigen: Für solche Dinge gehen Bankkunden nur noch selten in die Filiale.

Laut einer repräsentativen Umfrage des Digitalverbandes Bitkom verwenden 76 Prozent der Internetnutzer in Deutschland mittlerweile Online-Banking. Das ist ein Anstieg gegenüber 2016, als 70 Prozent auf Online-Banking setzten.

Von den Online-Banking-Nutzern gehen viele den Weg in die Filiale überhaupt nicht mehr. 29 Prozent erledigen alles online. Jeder zweite (51 Prozent) nutzt Online-Banking überwiegend, geht aber hin und wieder in eine Filiale. Gerade einmal 17 Prozent der Online-Banking-Nutzer sagen laut Bitkom, dass sie überwiegend Filialen besuchen und die Online-Funktionen nur ab und an verwenden.

Kaum persönliche Finanzberatung im Internet

Genutzt werden die Online-Angebote vor allem für einfache Bankangelegenheiten. Neben dem Blick auf den Kontostand (99 Prozent), dem Ausführen von Überweisungen (92 Prozent) oder der Verwaltung von Daueraufträgen (72 Prozent) werden im Internet auch Kreditkartenrechnungen überprüft (43 Prozent) oder Nachrichten der Bank gelesen (38 Prozent). Persönliche Finanzberatung (17 Prozent) findet im Internet hingegen vergleichsweise wenig statt.

Grundlage der Angaben ist eine Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbandes durchgeführt hat. Dabei wurden 1006 Bundesbürger ab 14 Jahren telefonisch befragt, darunter 831 Internetnutzer. Die Umfrage ist repräsentativ für die Gesamtbevölkerung.

Bankenverband rechnet mit kräftigem Abbau von Filialen

Mit den sinkenden Kundenzahlen ist auch die Gefahr des Filialsterbens höher. Die Zahl der Bankfilialen dürfte dem Branchenverband BdB zufolge in den kommenden Jahren aus diesem Grund weiter deutlichen sinken. "Ich kann mir durchaus vorstellen, dass wir 20 oder 25 Prozent weniger haben", sagt der Präsident des Bundesverbands deutscher Banken (BdB), Hans-Walter Peters. Der Abschied von den derzeit noch rund 34.000 Filialen sei auch auf die Digitalisierung zurückzuführen: "Immer mehr Kunden machen nur noch Onlinebanking und nutzen gar keine Filiale mehr." Deswegen werde es künftig auch deutlich weniger Mitarbeiter in den Banken geben. Aber auch der harte Wettbewerb sei dafür verantwortlich. In keinem Land in Europa gebe es so viele Banken wie in Deutschland, es seien zu viele Institute. "Wenn Filialen weniger genutzt werden und auf Dauer Verlust machen, müssen sie geschlossen werden", so Peters.


Verwendete Quellen:
  • dpa-tmn, reuters


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