Sie sind hier: Home > Finanzen > Geld >

Verbraucher: Verbraucher in Deutschland nutzen weniger Plastiktüten

Verbraucher  

Verbraucher in Deutschland nutzen weniger Plastiktüten

08.06.2018, 04:30 Uhr | dpa

Verbraucher: Verbraucher in Deutschland nutzen weniger Plastiktüten. In Deutschland landet der Einkauf immer seltener in Plastiktüten.

In Deutschland landet der Einkauf immer seltener in Plastiktüten. In Deutschland wurden 2017 1,3 Milliarden weniger Plastiktüten als im Vorjahr in den Umlauf gebracht. Foto: Frank Rumpenhorst. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa) - Kunden in deutschen Geschäften tragen ihre Einkäufe immer seltener in Plastiktüten nach Hause. 2017 verbrauchten die Deutschen rund 29 Tüten pro Kopf und Jahr, im Jahr zuvor waren es noch 45 pro Einwohner.

Nach Zahlen der Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung wurden 2017 in Deutschland 2,4 Milliarden Tüten in Umlauf gebracht, 1,3 Milliarden weniger als im Vorjahr. Das entspricht einem Rückgang von mehr als einem Drittel. Dabei geht es um Tragetaschen, nicht die dünnen, transparenten Tüten etwa für Obst und Gemüse.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze zeigte sich zufrieden: "Einweg-Plastiktüten haben sich als überflüssig erwiesen. Sie sind heute ein Auslaufmodell, auch weil es gute Alternativen gibt", sagte die SPD-Politikerin. Damit habe man eine Blaupause für andere unnötige Verpackungen und kurzlebige Kunststoffprodukte. "Am Ende sollten nur noch Kunststoffe verwendet werden, die sich einfach recyceln lassen."

Im Vergleich zum Jahr 2016 ist der Verbrauch um 35 Prozent zurückgegangen, im Vergleich zu 2015 sogar um 56 Prozent. Zur Jahrtausendwende wurden in Deutschland noch sieben Milliarden Tüten pro Jahr verbraucht, fast dreimal so viele wie heute.

Seit 2016 gibt es eine Selbstverpflichtung vieler Unternehmen, Plastiktüten nicht mehr umsonst abzugeben. Inzwischen sind rund 360 Unternehmen formell dabei, noch mehr machen informell mit und verlangen zum Beispiel 15 oder 20 Cent pro Tüte. "Viele große Handelsketten haben die Plastiktüte mittlerweile völlig abgeschafft. Das schlägt sich positiv in der Statistik nieder", sagte der Präsident des Einzelhandelsverbandes HDE, Josef Sanktjohanser.

Die dünnen "Hemdchentüten", die es oft am Obst- und Gemüsestand gibt, sind von der Selbstverpflichtung nicht betroffen. Das Umweltministerium verweist darauf, dass für sie bereits Alternativen entwickelt würden, etwa Stoffnetze oder die Kennzeichnung der Produkte durch Laserverfahren.

Die EU macht Vorgaben zum Plastiktüten-Verbrauch, die Deutschland locker einhält. In der Brüsseler Richtlinie geht es um sogenannte leichte Kunststofftragetaschen mit einer Wandstärke bis zu 50 Mikrometern. Davon dürfen bis Ende 2025 höchstens 40 Stück pro Einwohner und Jahr verbraucht werden. In dieser Tüten-Kategorie liegt Deutschland schon jetzt bei 25 Tüten pro Kopf und Jahr.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
15,- € Gutschein für Sie - nur bis zum 22.09.2019
bei MADELEINE

shopping-portal