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Kritik an Krisenmanagement: Deutsche Bank fällt beim Stresstest durch

Als einziges Institut in den USA  

Deutsche Bank fällt bei Stresstest der US-Notenbank durch

30.06.2018, 11:13 Uhr | rtr, dpa-AFX

Kritik an Krisenmanagement: Deutsche Bank fällt beim Stresstest durch. Deutsche Bank USA: Laut Medienberichten wurde der US-Ableger der Deutschen Bank von der Fed und der Einlagensicherung FDIC bereits zuvor als Problemfall eingestuft.  (Quelle: dpa)

Deutsche Bank USA: Laut Medienberichten wurde der US-Ableger der Deutschen Bank von der Fed und der Einlagensicherung FDIC bereits zuvor als Problemfall eingestuft. (Quelle: dpa)

Der US-Ableger der Deutschen Bank hat den zweiten Teil des jährlichen Stresstests der Fed nicht bestanden. Das Institut hatte bereits 2015 und 2016 die Latte gerissen. 

Rückschlag für den neuen Chef Christian Sewing: Die Deutsche Bank ist beim zweiten Teil des US-Stresstests der großen Geldhäuser als einziges Institut durchgefallen. Der Test habe teilweise "erhebliche Schwächen" bei der US-Tochter des größten deutschen Geldhauses offenbart, teilte die US-Notenbank Federal Reserve am Donnerstag in Washington mit. 

Beim zweiten Teil der Prüfung ging es vor allem um die internen Kontrollen und das Risikomanagement – Bereiche, in denen die Deutsche Bankschon länger Probleme hat. In der Fed-Mitteilung ist die Rede von "weitverbreiteten und wesentlichen Unzulänglichkeiten" bei der Kapitalplanung. Für die Banken ist das Urteil der Fed vor allem wichtig, weil davon für US-Institute geplante Dividenden und Aktienrückkäufe abhängen und für Töchter ausländischer Geldhäuser Gewinnausschüttungen an ihre Konzernmütter.

Schon zuvor als Problemfall eingestuft

Die Deutsche Bank wies in einem Statement darauf hin, dass der Kapitalplan der Tochter DB USA nicht "auf quantitativer Basis", sondern aus "qualitativen Gründen" abgelehnt wurde. Das bedeutet, dass nicht die Kapitaldecke das Problem war, sondern Kontrollen und Infrastruktur. Hier habe man aber bereits Fortschritte erzielt, so die Bank. Die US-Tochter werde ihre Anstrengungen fortsetzen und weiterhin konstruktiv mit den Aufsichtsbehörden zusammenarbeiten, um deren und den eigenen Erwartungen gerecht zu werden. Die Deutsche Bank war schon 2015 und 2016 durch den Stresstest gerasselt, seitdem hat sich die Methodik aber verändert und ist nun weitaus umfassender.

Den ersten Teil der Belastungsprobe, bei der die Kapitalausstattung anhand simulierter Krisenszenarien getestet wird, hatte die Deutsche Bank in der Vorwoche noch meistern können. Dass es im zweiten Durchgang Schwierigkeiten geben würde, galt als wahrscheinlich. Laut Medienberichten wurde der US-Ableger der Deutschen Bank von der Fed und der Einlagensicherung FDIC bereits zuvor als Problemfall eingestuft. Das Institut musste in den letzten Monaten hohe Strafen wegen verschiedener Regelverstöße in den USA zahlen - dabei ging es auch um mangelnde interne Kontrollen und Aufsichtsversagen.

35 Banken wurden getestet

Den insgesamt 35 Banken, die am Stresstest teilnahmen, wurde von der Fed im Großen und Ganzen ein gutes Zeugnis ausgestellt. Nach Einschätzung der Aufseher sind die größten Geldhäuser in den USA krisenfest aufgestellt, so dass die Kreditvergabe an Unternehmen und Haushalte bei einem Finanzmarkt-Crash nicht abrupt ins Stocken geraten würde. Doch die Fed beanstandete nicht nur die Kapitalpläne der Deutschen Bank. So gelten die US-Schwergewichte Goldman Sachs  und Morgan Stanley etwa zwar formal nicht als Durchfaller, dürfen ihre Dividenden und Aktienrückkäufe aber zunächst nicht erhöhen.

Verwendete Quellen:
  • dpa

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