Sie sind hier: Home > Finanzen > Geld >

Verbraucher: Supermärkte und Discounter verbannen immer mehr Plastik

Verbraucher  

Supermärkte und Discounter verbannen immer mehr Plastik

09.07.2018, 10:23 Uhr | dpa

Verbraucher: Supermärkte und Discounter verbannen immer mehr Plastik. Große Lebensmittelhändler wie Lidl oder Rewe wollen künftig keine Einweg-Trinkhalme aus Plastik mehr verkaufen.

Große Lebensmittelhändler wie Lidl oder Rewe wollen künftig keine Einweg-Trinkhalme aus Plastik mehr verkaufen. Foto: Patrick Pleul. (Quelle: dpa)

Köln (dpa) - Am Kampf gegen Plastikmüll-Berge beteiligen sich zunehmend auch Supermärkte und nehmen Wegwerf-Produkte aus Kunststoff aus den Regalen. Der Einzelhandelskonzern Rewe will auf den Verkauf von Einweg-Trinkhalmen aus Plastik verzichten.

Dadurch könnten in den rund 6000 Märkten der Marken Rewe, Penny und Toom Baumarkt pro Jahr 42 Millionen Einweg-Trinkhalme eingespart werden, teilte das Unternehmen mit. Der Discounter Lidl aus Neckarsulm gab bekannt, bis Ende 2019 Einweg-Plastikartikel wie Besteck und Trinkhalme aus dem Sortiment zu nehmen. Auch Edeka entwickelt Mehrwegartikel als Alternative zu Wegwerf-Produkten.

Vor allem Plastikteller, Plastikbesteck und das Wegwerfprodukt Trinkhalm stehen im Fokus der Händler. So werden Plastikhalme als typisches Wegwerfprodukt im Schnitt nur 20 Minuten genutzt, bevor sie auf dem Müll landen. Nach Angaben der Organisation "Seas at Risk" gelangen aus der EU jährlich rund 100.000 Tonnen Plastik im Meer. Es werden in der EU werden jährlich 36,4 Milliarden Trinkhalme konsumiert, dazu 16 Milliarden Kaffeebecher, 46 Milliarden Einwegflaschen und weiteres Plastik aus Verpackungen und Zigarettenfiltern.

Die EU-Kommission will den Einweg-Müll im Meer bis 2020 um 30 Prozent reduzieren; das EU-Parlament strebt ein ehrgeizigeres Ziel von 50 Prozent bis 2030 an. Über eine Plastik-Steuer wird derzeit diskutiert. Gratis-Plastiktüten sind aus dem deutschen Einzelhandel bereits weitgehend verschwunden - der Tüten-Verbrauch geht seit Jahren deutlich zurück. Eine Selbstverpflichtung des Einzelhandels Kunststofftüten nicht umsonst auszugeben, unterstützt auch das Bundesumweltministerium.

Bei Lidl hat man nachgerechnet, dass die Abkehr von der Standard-Plastiktüte, auf die Lidl 2017 als erster Discounter in Deutschland verzichtete, jährlich 3500 Tonnen Kunststoff vermeidet. Auch an anderen Konzepten zur Kunststoffvermeidung werde gearbeitet, sagt Lidl-Einkaufschef Jan Bock. "Insbesondere im Verpackungsbereich gibt es viele innovative Lösungen, die wir derzeit testen, und die einen wirklichen Unterschied machen können."

Restbestände wollen die Unternehmen ab sofort nach und nach abverkaufen. Ab dem kommenden Frühjahr will Rewe bei Trinkhalmen dann Alternativen aus Papier, Weizengras oder Edelstahl in seinen Sortimenten anbieten. Bei Lidl sollen zudem Einweggeschirr und Wattestäbchen durch Produkte aus recycelbaren Materialien ersetzt werden. Bei Edeka besteht ein Becher bereits aus 70 Prozent natürlichen Materialien wie Bambus.

Greenpeace-Experte Manfred Santen sagte der dpa, es sei gut, dass große Lebensmittelketten mehr gegen die Flut an Plastikmüll tun. Doch das Plastikproblem sei inzwischen zu groß, um es "einfach wegrecyceln" zu können oder bei einfachen Lösungen stehen zu bleiben. "In jedem Supermarkt, auch denen von Rewe oder Penny, finden sich Unmengen an Verpackungen und Produkten aus Einwegplastik", sagte er. Um diese Flut einzudämmen, müssten Unternehmen klare Recyclingziele setzen, um ihr Sortiment frei von Einwegplastik zu halten.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Die DSL-Alternative mit LTE50. Pausieren jederzeit möglich
zum Homespot 200 bei congstar
Klingelbonprix.deOTTOCECILStreet OneLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Erotik
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • Erotic Lounge
  • giga.de
  • desired.de
  • kino.de
  • Statista
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Magenta TV
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • Magenta SmartHome
  • Magenta Sport
  • Freemail
  • Telekom Mail
  • Sicherheitspaket
  • Vertragsverlängerung Festnetz
  • Vertragsverlängerung Mobilfunk
  • Hilfe
© Ströer Digital Publishing GmbH 2019