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IWF sagt Venezuela gigantische Preissteigerung voraus

1,37 Millionen Prozent dieses Jahr  

IWF sagt Venezuela gigantische Preissteigerung voraus

09.10.2018, 09:06 Uhr | dpa, AFP

IWF sagt Venezuela gigantische Preissteigerung voraus. Der neue Bolívar soberano, nachdem der Staat bei der Währung fünf Nullen gestrichen hat: Die Maßnahme wird nicht lange vorhalten, sagt der Internationale Währungsfonds voraus. (Quelle: Reuters/Carlos Garcia Rawlins )

Der neue Bolívar soberano, nachdem der Staat bei der Währung fünf Nullen gestrichen hat: Die Maßnahme wird nicht lange vorhalten, sagt der Internationale Währungsfonds voraus. (Quelle: Carlos Garcia Rawlins /Reuters)

Venezuela steckt tief in der Wirtschaftskrise. Hunderttausende haben das Land schon verlassen. Der Internationale Währungsfonds prognostiziert nun praktisch den Kollaps der Währung.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) bescheinigt der Wirtschaft von Venezuela praktisch den totalen Kaufkraftverlust. Die Preissteigerung betrage am Ende des laufenden Jahres 1,37 Millionen Prozent, heißt es im Weltwirtschaftsbericht des Fonds. Für das nächste Jahr prognostiziert der IWF gar Preisanstiege von zehn Millionen Prozent.

Zum Vergleich: Insgesamt bewegt sich der Preisanstieg in Lateinamerika bei rund sechs Prozent, im Krisenland Argentinien bei über 30 Prozent. Westliche Volkswirtschaften streben in der Regel eine Zielmarke von etwa zwei Prozent an, um Preisstabilität zu gewährleisten. Die IWF-Prognose für Venezuela wird von einigen Volkswirten kritisiert, weil eine Hyperinflation dieser Größenordnung kaum akkurat vorhergesagt werden könne.

Land steckt tief in der Krise

Venezuela ist das ölreichste Land der Welt. Doch die völlige Abhängigkeit der Volkswirtschaft von den Ölvorkommen sowie politische Fehlentscheidungen haben das Land in Turbulenzen gestürzt. Die Wirtschaftsleistung Venezuelas schrumpft dem IWF zufolge im dritten Jahr in Folge um einen zweistelligen Prozentsatz, in diesem Jahr um 18 Prozent nach 14 Prozent im Vorjahr.



Der umstrittene Präsident Nicolás Maduro versucht sich mit einer ganzen Reihe von Reformen die schwere Wirtschaftskrise beilegen. So soll etwa der Mindestlohn angehoben und die strenge Kontrolle der Wechselkurse gelockert werden. Auch die Preise für Benzin, das bislang praktisch gratis war, sollen langsam auf internationales Niveau angehoben werden.

Fünf Nullen werden gestrichen

Angesichts der Hyperinflation werden zudem fünf Nullen aus der Landeswährung gestrichen. Aus einer Million Bolívar fuerte (starker Bolívar) werden 10 Bolívar soberano (souveräner Bolívar). Der Bolívar wird künftig auch an die neue Kryptowährung Petro gekoppelt. Kritiker monieren, dass die Streichung der Nullen kein adäquates Mittel im Kampf gegen die rasante Teuerung ist. 

Die Krise in Venezuela führt zu gravierenden Versorgungsengpässen für die Bevölkerung. Die haben nach UN-Angaben schon mehr als zwei Millionen Menschen in die Flucht getrieben. Viele fliehen über die Grenze nach Brasilien. 

Verwendete Quellen:
  • dpa, AFP

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