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Raketen und Böller: Verkauf von Silvester-Feuerwerk gestartet

Raketen und Böller  

Verkauf von Silvesterfeuerwerk gestartet

28.12.2018, 10:49 Uhr | Christian Ebner, dpa, t-online.de

Raketen und Böller: Verkauf von Silvester-Feuerwerk gestartet. Silvesterfeuerwerk  (Quelle: dpa/Christophe Gateau)

Vorbereitung: Am 28. Dezember hat bundesweit der Verkauf von Silvesterfeuerwerk begonnen. (Quelle: Christophe Gateau/dpa)

In Deutschland hat der Verkauf von Silvesterfeuerwerk begonnen. "Wir hoffen, dass der Vorjahresumsatz von 137 Millionen Euro auch in diesem Jahr erreicht werden wird", teilt der Verband der pyrotechnischen Industrie (VPI) mit.

Der Verkauf von Feuerwerk der Kategorie F2 – dazu zählen Raketen, Batterien und Knallkörper – ist dieses Jahr bereits seit 28. Dezember erlaubt, da einer der gesetzlich vorgesehen Verkaufstage auf einen Sonntag fällt.

Die Hälfte des Umsatzes entfällt laut Verbandsangaben auf Batterien und Verbundfeuerwerke, ein Fünftel auf Raketen. Der Anteil importierter Feuerwerkskörper am Umsatz liege bei 75 Prozent. Das Abbrennen dieser Böller der Kategorie F2 ist beschränkt auf den 31. Dezember und 1. Januar. Wer sie nutzen will, muss volljährig sein. In unmittelbarer Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altenheimen ist das Abbrennen pyrotechnischer Gegenstände verboten.

Ausnahmezustand bei den Rettungsdiensten

Verletzungen wegen Böllern könnten zu lebenslangen Behinderungen etwa an der Hand führen, warnt der Vorsitzende des Deutschen Berufsverbands Rettungsdienst (DBRD), Marco K. König. Insbesondere illegale Feuerwerkskörper aus dem Ausland, wie sogenannte Polenböller, seien lebensgefährlich, sagt er. Die meisten Notfälle zum Jahreswechsel sind demnach auf übermäßigen Alkoholkonsum und Leichtsinn zurückzuführen.

Den Rettern mache zudem Gewalt gegen die Einsatzkräfte zu schaffen, sagt König: "Wenn wir mit Böllern beworfen und mit Raketen beschossen werden, können wir uns nicht auf die Patientenversorgung konzentrieren." Teilweise müssten die Helfer sogar mit Polizeiunterstützung in die Brennpunkte fahren.

Ob die Gewalt gegen Einsatzkräfte zugenommen habe, sei schwer zu sagen. "Subjektiv ja, aber wir haben keinen objektiven Beleg", sagt König. Jeder Fall, auch die Androhung von Gewalt, solle zur Anzeige gebracht werden, fordert er. "Aber die Kollegen tun sich damit schwer, weil die Verfahren von der Staatsanwaltschaft oft eingestellt werden. Das ist dann doppelte Belastung." Insgesamt seien die Silvestereinsätze für die Retter "ein besonderer Stress".

Angesichts dieser massiven Risiken ist es besser, Silvester auf Feuerwerksköprer zu verzichten. Weitere gute Gründe erfahren Sie hier.

Sekt und Feuerwerk weniger gefragt

Dass bei den Verbrauchern ein Umdenken stattfindet, zeigen auch die aktuellen Umsatzzaheln. Demnach waren die traditionellen Begleiter einer Silvesterfeier bei den deutschen Konsumenten zuletzt weniger beliebt. Schaumwein, Feuerwerksartikeln und Karpfen waren im Jahr 2017 weniger gefragt, wie das Statistische Bundesamt mitteilt.

Demnach sank die Zahl der verkauften Flaschen Sekt, Champagner und anderer Schaumweine im Vergleich zu 2016 um 5,2 Prozent auf 381 Millionen. Beim Feuerwerk sank die nach Deutschland eingeführte Menge um 2,1 Prozent auf 42.800 Tonnen. Das entspricht einem Wert von 103,6 Millionen Euro. Hauptlieferland war auch im Jahr 2017 China mit einem Anteil von 97 Prozent.



Eher regional verbreitet ist der Brauch, zum Jahreswechsel Karpfen zu essen. Die in Deutschland erzeugte Menge sank um knapp 5,4 Prozent auf rund 5.000 Tonnen des Süßwasserfisches, wie das Statistikamt berichtete. Haupterzeugerländer waren Bayern mit 2.000 Tonnen und Sachsen mit 1.700 Tonnen.

Silvesterfeuerwerk treibt Feinstaubwerte hoch

Und auch gesundheitliche Auswirkungen sind Gründe, um auf die Knallerei am 31. Dezember zu verzichten: Zum Jahreswechsel rechnet das Umweltbundesamt (UBA) wieder mit hohen Feinstaubemissionen durch Feuerwerk. Erwartet werde eine Freisetzung von bundesweit rund 4.500 Tonnen Feinstaub. Das sei in etwa die Größenordnung der Vorjahre, sagt UBA-Meteorologin Ute Dauert. "Wie groß die tatsächliche Feinstaubbelastung in der Silvesternacht wird und wie schnell sie wieder abklingt, hängt dann aber auch von den Wetterverhältnissen ab." Besonders Großstädte seien betroffen.



Feinstaub – kleinste, für das menschliche Auge meist unsichtbare Schmutzteilchen in der Luft – entsteht durch Verbrennungsprozesse. Wegen der Folgen der Luftbelastung für kleine Kinder, Senioren und chronisch Kranke hat die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) dazu aufgerufen, weniger Feuerwerk einzusetzen oder ganz darauf zu verzichten. Diese Gruppen litten zu Beginn des neuen Jahres besonders häufig unter Husten und Atembeschwerden.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa


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