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Sparkassen kündigen: Prämiensparvertrag nicht voreilig auflösen

Sparkassen kündigen  

Prämiensparvertrag nicht voreilig auflösen

19.02.2019, 14:58 Uhr | sm, dpa

Sparkassen kündigen: Prämiensparvertrag nicht voreilig auflösen. Geldmünzen: Sparkassen kündigen zunehmend Prämiensparverträge. Müssen Kunden sich das gefallen lassen? (Quelle: Getty Images/Supersmario)

Geldmünzen: Sparkassen kündigen zunehmend Prämiensparverträge. Müssen Kunden sich das gefallen lassen? (Quelle: Supersmario/Getty Images)

Gute Zinsen und lange Laufzeiten – ein Traum für den Sparer von heute. Gut, wer einen Prämiensparvertrag sein eigen nennt. Die Sparkassen sehen das anders und kündigen laufende Verträge.

Prämiensparverträge sind meist nicht nur gut verzinst. Sie haben oft eine lange Laufzeit von 25 oder 30 Jahren. Manche Verträge sollen sogar 99 Jahre lang laufen. Das Problem: Viele dieser Verträge werden nun von Sparkassen gekündigt, berichtet die Zeitschrift "Finanztest" (3/2019) der Stiftung Warentest. Kunden müssen sich das aber nicht gefallen lassen.

Prämie neben der Verzinsung

Der Hintergrund: Prämiensparverträge wurden in den 1990er- und frühen 2000er-Jahren von vielen Sparkassen angeboten. Kunden bekommen dabei zusätzlich zu einem Grund- oder Basiszins jährlich eine Prämie. Diese ist umso höher, je länger der Vertrag läuft. Da solche Verträge in der derzeitigen Niedrigzinsphase aber teuer sind, wollen die Geldinstitute sie offenbar loswerden.

Wer eine Kündigung erhält, sollte nicht überstürzt handeln, raten die Experten. Wichtig vor allem: Das Sparkonto nicht voreilig auflösen. Sonst berauben sich Kunden der Möglichkeit, gegen die Kündigung vorzugehen. Besser ist es, sich beraten zu lassen, zum Beispiel in einer Verbraucherzentrale.

Unklare Aussichten vor Gericht

In vielen Fällen bleibe Sparern nichts anderes übrig, als vor Gericht zu ziehen. Die Erfolgsaussichten sind allerdings unklar. Denn bisher haben Gerichte in vergleichbaren Fällen unterschiedliche Urteile gefällt. Ein höchstrichterliches Urteil des Bundesgerichtshofes liegt noch nicht vor.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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