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Finanztest: Altersvorsorge mit ETF-Sparplänen

Sparen mit ETFs  

Wie findige Anleger ihre Altersvorsorge aufpolstern

20.02.2019, 17:04 Uhr | sm, t-online.de

Symbolbild Geld 28 11 18 Symbolbild Geld Geldmünzen unter umgekippten Sparschwein Berlin Berlin De (Quelle: imago / Andreas Gora)
Trotz niedriger Zinsen richtig sparen: So sind 20 000 Euro clever angelegt

Mit dem sogenannten Pantoffel-Portfolio soll Sparen ganz einfach sein, meint Stiftung Warentest. Dahinter steckt ein Prinzip, das Sicherheit und Risiko ausbalanciert. (Quelle: Stiftung Warentest)

Trotz Niedrigzinsen: So soll Sparen einfach funktionieren. (Quelle: Stiftung Warentest)


Mit ETF-Sparplänen für das Alter vorsorgen ist leichter als gedacht. Die Rendite langfristiger Anlagen kann sich sehen lassen. Wie das geht und worauf zu achten ist.

Das Geld bei den derzeitigen Niedrigzinsen auf dem Sparkonto zu lassen sowie in Tages- oder Festgeldanlagen zu stecken, ist keine gute Idee. Auf lange Sicht bekommen Sparer nicht nur kaum Zinsen, sie verlieren – inflationsbereinigt – sogar an Vermögen. Eine Möglichkeit, sich auch mit geringen monatlichen Sparbeträgen ein Polster für den Ruhestand aufzubauen, sind zum Beispiel Indexfonds.

Die sogenannten Exchange Traded Funds (ETF) funktionieren recht einfach: Sie bilden einen Börsenindex ab – zum Beispiel den deutschen Aktienindex DAX. In diesem sind die 30 größten Börsengewichte aus Deutschland enthalten. Steigt der DAX, steigt der Indexfonds auf den DAX. Verliert er an Wert, verliert auch der Indexfonds.

Für die langfristige Altersvorsorge sollten Anleger Indexfonds ins Auge fassen, die verschiedene Länder und Branchen umfassen. Damit sind ETFs auf globale Indizes gemeint, die breit gestreut Aktienmärkte verschiedener Länder abbilden.

Der Vorteil: Die Anleger können mit einer Investition in einen ETF den ganzen Index kaufen. Sie müssen in die Börsenwerte nicht selbst und einzeln investieren. Breit gestreut können Anleger somit neben Daimler auch unter anderem einen Anteil von Apple, Microsoft oder Facebook im Portfolio haben.

ETF-Sparpläne: Aus 9.000 Euro werden 27.600 Euro

Wer in den vergangenen 30 Jahren jeden Monat 25 Euro in einen ETF auf den MSCI World Index gezahlt hat, hat ein Vermögen von 27.600 Euro aufbauen können, berichtet die Zeitschrift "Finanztest" (3/2019) der Stiftung Warentest. Selbst eingezahlt hätte der Sparer in dem Zeitraum 9.000 Euro, was am Ende ein zusätzliches Plus von 18.600 Euro ergibt.

Die Rendite während des Anlagezeitraums lag bei 6,7 Prozent pro Jahr. Da der Aktienmarkt Schwankungen nach oben, aber auch unten unterliegt, kann die Rendite bei einem kürzeren Zeitraum auch nach oben oder unten abweichen. Bei einer Anlagedauer von 20 Jahren lag sie laut "Finanztest" bei 6,4 Prozent, bei den letzten zehn Jahren bei 11,1 Prozent.

Rendite: Die Rendite von Aktien-ETFs ergibt sich aus dem Kursgewinn, den der Index einfährt sowie aus den Dividenden, die pro Anteil an den Anteilseigner ausgeschüttet werden – abzüglich der laufenden, aber zumeist geringen Kosten. Anleger sollten darauf achten, dass die Dividende automatisch wieder angelegt wird. Am einfachsten geht das mit thesaurienden Fonds.

Breit gestreute Indexfonds

Empfehlenswert für ETF-Sparpläne sind aus Sicht der "Finanztest"-Experten vor allem Indizes, die Aktien aus vielen Ländern und Branchen bündeln, etwa der MSCI World, der MSCI All Country World oder der FTSE All-World.

Vorteil von ETF-Sparplänen: Sie sind preiswert, weil ETFs nur geringe laufende Kosten haben. Auch fällt kein Ausgabeaufschlag an. Sie sind flexibel, weil die Sparpläne jederzeit verändert werden können. Sie sind sicher, da die Fondsanteile als Sondervermögen vor einer Pleite der ausgebenden Bank oder der Fondsgesellschaft geschützt sind.

Diese Sparpläne eignen sich auch für vermögenswirksame Leistungen (VL), bei denen sich der Arbeitgeber an der Sparleistung beteiligt. Im Vergleich zu anderen Sparformen wie etwa einem Banksparplan bieten sie die höchsten Renditemöglichkeiten. Allerdings müssen Anleger hier mit Kursschwankungen leben können.


VL-fähige ETFs

Für einen VL-Sparplan brauchen Sparer ein Depot. Der Haken: Laut "Finanztest" haben derzeit nur fünf Anbieter ein entsprechendes Angebot im Programm. Die einzige Filialbank mit VL-fähigen ETFs ist die Commerzbank. Günstige ETF-Sparpläne gibt es ansonsten online, etwa bei der Comdirect, DWS, Finvesto oder Wüstenrot.

Verwendete Quellen:

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