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Geldsegen für Aktionäre: Warum sich Dividenden meist auszahlen

Geldsegen für Aktionäre  

Warum sich Dividenden meist auszahlen

24.04.2019, 13:21 Uhr | dpa

Geldsegen für Aktionäre: Warum sich Dividenden meist auszahlen. Nur auf Dividenden zu setzen, rechnet sich für Anleger nicht unbedingt.

Nur auf Dividenden zu setzen, rechnet sich für Anleger nicht unbedingt. Denn dann müssen sie alle Unternehmen außen vor lassen, die keine Gewinne ausschütten. Foto: Christin Klose. (Quelle: dpa)

Stuttgart (dpa/tmn) - Einmal im Jahr rollt der Rubel. Zumindest bei Aktionären. Denn regelmäßig ab dem Frühjahr beteiligen viele Aktiengesellschaften ihre Eigentümer an den Gewinnen des Vorjahres. Aber hat man als Aktionär Anspruch auf die Dividende? Wichtige Fragen und Antworten.

Was ist eine Dividende?

Die Dividende ist der Teil des Gewinns einer Aktiengesellschaft, der an die Aktionäre ausgezahlt wird. Neben den Kursgewinnen ist sie für Anleger eine wichtige Renditequelle. "Die Dividende trug in der Vergangenheit rund 40 Prozent zur Gesamtrendite von Aktien bei", erklärt Niels Nauhauser von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. "Während Kurse der Aktien deutlich schwankten, verändert sich die Höhe der Dividenden bei einer breit gestreuten Anlage wie etwa einem weltweiten ETF kaum."

In diesem Jahr schütten Deutschlands Aktiengesellschaften voraussichtlich erstmals mehr als 50 Milliarden Euro an Dividenden aus. Die bisherige Bestmarke aus dem Vorjahr (47,1 Mrd. Euro) würde damit um gut elf Prozent übertroffen, wie aus der Dividendenstudie vom isf Institute for Strategic Finance und der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) hervorgeht.

Gibt es Anspruch auf eine Dividende?

Nein, Aktionäre haben keinen Anspruch auf die Ausschüttung. Aus Sicht der Unternehmensleitung kann es sinnvoller sein, die Gewinne in Investitionen in neue Märkte, Übernahmen oder die Forschung zu investieren. Zudem sei es in manchen Branchen nicht üblich Dividenden zu zahlen, sagt Roland Aulitzky von der Stiftung Warentest .

"In der US-Internetbranche bekommen weder die Aktionäre von Amazon noch die von Facebook oder Alphabet eine Dividende." Manchmal ist es auch so, dass das Unternehmen gar keinen Gewinn gemacht hat, den es ausschütten kann. Als Eigentümer muss der Aktionär auch damit leben können. Mitunter werden Dividenden in schlechten Zeiten auch gekürzt.

Wann und wie wird die Dividende gezahlt?

Die Dividende wird spätestens am dritten Tag nach der Hauptversammlung an die Aktionäre ausgeschüttet. Normalerweise macht der Vorstand des Unternehmens einen Dividendenvorschlag, dem die Aktionäre meist zustimmen. Für gewöhnlich wird die Dividende jährlich auf das Konto des Aktionärs überwiesen. Es gibt aber auch Unternehmen, die jedes Quartal eine Dividende auszahlen.

Zudem gibt es noch Sachdividenden und sogenannte Stockdividenden. Im letzten Fall gibt es zusätzliche Aktien des Unternehmens. "In Deutschland ist das allerdings kein übliches Modell", sagt Jürgen Kurz von der DSW. Das gleiche gilt für die Sachdividende. In einem solchen Fall wird ein Sachwert ausgeschüttet.

Muss die Dividende versteuert werden?

Ja, Dividenden unterliegen der Abgeltungsteuer. "Die Bank zieht 25 Prozent plus Solidaritätsbeitrag und eventuell Kirchensteuer von der Ausschüttung ab", erklärt Roland Aulitzky. Ein Freistellungsauftrag schützt jeden Anleger bis zu einem Betrag von 801 Euro vor dem Zugriff des Fiskus. Bei ausländischen Aktien wird meistens noch eine Quellensteuer abgezogen. Die können Anleger sich in der Regel zwar zurückholen, doch das ist oft mühsam.

Lohnt sich die Dividendenstrategie?

Das kommt darauf an. Unter einigen Aktionären ist die Dividendenstrategie sehr beliebt. Dabei investieren Anleger in Aktien mit einer hohen Dividendenrendite. Eine gute Dividendenrendite kann aber auch durch einen schlechten Aktienkurs zustande kommen. Wer nur auf Dividendenwerte setzt, muss manche Branchen außen vor lassen. Am besten ist es daher neben einem Basisinvestment in einen weltweit streuenden Fonds einen Teil in dividendenstarke Aktien oder Fonds zu investieren.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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