Sie sind hier: Home > Finanzen > Geld >

Interview: So lassen sich Depots absichern

Interview  

So lassen sich Depots absichern

22.05.2019, 05:05 Uhr | dpa

Interview: So lassen sich Depots absichern. Wie entwickeln sich die Börsen, wenn man im Urlaub ist? Vor dieser Frage brauchen sich Anleger nicht zu fürchten.

Wie entwickeln sich die Börsen, wenn man im Urlaub ist? Vor dieser Frage brauchen sich Anleger nicht zu fürchten. Sie können ihr Depot automatisch absichern. Foto: Alexander Heinl. (Quelle: dpa)

Düsseldorf (dpa/tmn) - Handelskriege, Staatskrisen, politisches Säbelrasseln - die unruhige politische Lage wirkt sich immer wieder auch auf die Börsen aus.

"Wirklich entspannt kann man im Moment nicht sein", sagt Jürgen Kurz von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) in Düsseldorf im Interview mit dem dpa-Themendienst. In den vergangenen Wochen gab es immer wieder teils kräftige Schwankungen. Stellt sich die Frage: Kann man als Anleger vor diesem Hintergrund entspannt in den Urlaub fahren?

Muss ich im Urlaub mein Depot immer online im Blick haben?

Jürgen Kurz: Nein, müssen Sie nicht. Sie sollten vor der Abreise aber Ihr Depot noch mal grundsätzlich auf den Prüfstand stellen: Welche Aktien will ich langfristig behalten? Bin ich bereit, dabei auch einen Kursrückgang hinzunehmen? Wie viel Verluste bin ich im Einzelfall bereit zu tragen?

Wenn Sie sich darüber klar sind, können Sie für einzelne Wertpapiere Stopp-Loss-Orders setzen. Dabei werden die Aktien verkauft, wenn ein vorher festgelegter Kurs unterschritten wird.

Wie funktioniert das in der Praxis?

Kurz: Die Stopp-Loss-Order ist ein Verkaufsauftrag, der ausgeführt wird, wenn ein von Ihnen festgelegter Kurs unterschritten wird. Der Auftrag kann für einen längeren Zeitraum gelten, zum Beispiel für zwei Wochen. Wichtig dabei: Falls die Order greift, erhalten Sie immer nur den nächstmöglichen Preis. Das muss nicht der von Ihnen festgelegte sein. Fällt eine Aktie sehr schnell, kann der Verkaufspreis deutlich unter Ihrer Stopp-Loss-Marke liegen.

Wichtig ist zudem, beim Festlegen der Untergrenze immer die maximale Schwankungsbreite des jeweiligen Wertpapiers zu beachten. Also, um wie viel Prozent legt der Wert im Durchschnitt kurzfristig zu und wie viel Prozent verliert er? Wenn Sie die Stopp-Loss-Marke zu eng an den Kurs setzen, wird das Papier verkauft, obwohl Sie das vielleicht gar nicht wollten.

Eine Alternative zum klassischen Stopp-Loss sind sogenannte Trailing-Stopp-Orders. Hierbei wird kein fester Kurs als Untergrenze definiert, sondern eine prozentuale Grenze, die eine Aktie nicht unterschreiten soll.

Und was ist bei Fonds?

Kurz: Für Fonds, egal ob nun Indexfonds, also ETFs, oder gemangte Fonds, gilt das gleiche. Das sind ja im Prinzip ebenfalls Wertpapiere, die Sie an der Börse handeln können. Auch hier gilt: Welche Fonds möchte ich langfristig halten? Wer mit Fonds-Sparplänen für das Alter anspart, kann auf Stopp-Loss-Orders aber durchaus verzichten. Schließlich produzieren Verläufe und Käufe am Ende auch immer Kosten, die die Rendite schmälern.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
15,- € Gutschein für Sie - nur bis zum 22.09.2019
bei MADELEINE

shopping-portal