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Geldanlage: Verbraucherschutz fordert klare Kosteninfos

Jährliche Wertpapierübersicht  

Geldanlage: Verbraucherschutz fordert klare Kosteninfos

21.01.2020, 13:34 Uhr | dpa

Geldanlage: Verbraucherschutz fordert klare Kosteninfos. Geldanlagen: Nicht alle Banken schlüsselten auf, was jedes einzelne Wertpapier gekostet hat. (Quelle: imago images/Panthermedia)

Geldanlagen: Nicht alle Banken schlüsselten auf, was jedes einzelne Wertpapier gekostet hat. (Quelle: Panthermedia/imago images)

Banken und Fondsgesellschaften müssen seit 2019 jährlich darstellen, wie viel eine Wertpapieranlage insgesamt gekostet hat. Doch nicht alle gehen wirklich transparent damit um.

Verbraucherschützer kritisieren die neuen Infos über die Kosten von Wertpapieranlagen als nicht ausreichend. Nach einer Auswertung der Zeitschrift "Finanztest" bieten die seit vergangenem Jahr vorgeschriebenen jährlichen Kostenübersichten einen Überblick, bleiben im Detail aber häufig unklar. Für Verbraucher sei es daher weiter schwierig, Kostentreiber zu erkennen und verschiedene Angebote miteinander zu vergleichen, kritisierte der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv).

"Die Probleme waren absehbar", sagte Dorothea Mohn, Leiterin des vzbv-Finanzmarktteams. Es gebe keine klaren Vorgaben, wie Kosten dargestellt und aufgebaut sein müssten. Mohn forderte einen gesetzlichen Standard. "Für Verbraucher sollte es nachvollziehbar sein, was sie den Banken und Vermittlern bei einer Wertpapieranlage bezahlen." Langfristig führe allerdings kein Weg an einem Verbot von Provisionen vorbei, bekräftigte Mohn die Forderung des vzbv.

Banken veröffentlichten nur grobe Informationen

Stiftung Warentest wertete Wertpapierübersichten aus, die ca. 230 Leser zugeschickt hatten. Ein erstes Fazit: Die Informationen machten anschaulicher, wie teuer Wertpapiere sein können. "Wenn es allerdings ins Detail geht, bleibt noch vieles unklar", heißt es in der aktuellen "Finanztest".

Nicht alle Banken schlüsselten etwa auf, was jedes einzelne Wertpapier gekostet hat. Das sei jedoch wichtig, um die Kostentreiber im Depot zu erkennen. In den meisten ausgewerteten Fällen wurden laut der Angaben die Kosten in Euro-Beträgen angegeben. Um zu wissen, ob ein Fonds teuer sei, müsse der Anleger die Kosten selbst ins Verhältnis zur Anlagesumme setzen. Das sei jedoch schwierig, nicht immer war der Fonds das ganze Jahr im Depot. Bei einem Sparplan werde es noch komplizierter, denn die Anlagesumme steige monatlich.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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