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Altersvorsorge, Steuern und Versicherungen: Zum Jahreswechsel Geld sparen

Ratgeber  

Was zum Jahreswechsel zu erledigen ist

18.11.2007, 15:52 Uhr | Financial Times Deutschland, t-online.de


Der Jahreswechsel naht - und damit auch die Chance, finanzielle Vorteile zu sichern und finanzielle Belastungen zu reduzieren. Woran bei Vorsorge, Steuern und Versicherungen zu denken ist.

Kfz-Versicherung - Wechsel prüfen
Regelmäßig werden Autofahrer aufgefordert, einen Wechsel ihrer Kfz-Versicherung in Erwägung zu ziehen; sie könnten dadurch Geld sparen. In diesem Jahr könnte sich das Nachrechnen tatsächlich lohnen, glauben Marktbeobachter. Denn die Zeiten allgemein sinkender Beiträge seien wohl vorbei, sagt Katrin Rüter de Escobar vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) in Berlin: "Die Beiträge sind in den vergangenen Jahren aufgrund des stärkeren Wettbewerbs gefallen. Es ist aber unwahrscheinlich, dass dieser Trend anhält."



Hohe Kosten schlagen durch
Denn auf die Versicherer seien gerade in diesem Jahr höhere Kosten zugekommen: So wirke sich die gestiegene Mehrwertsteuer bei den Kosten für die Schadensregulierung aus, denn die Reparaturwerkstätten stellten den Versicherern dadurch höhere Rechnungen. Diese Kosten schlagen sich in den Beiträgen nieder. Zudem stieg Anfang 2007 die Versicherungssteuer von 16 auf 19 Prozent – auch das belastet die Versicherungsnehmer.

Mehrere Hundert Euro Sparpotenzial
Selbst wer jahrelang gut mit seiner Kfz-Versicherung gefahren ist, sollte daher zum anstehenden Jahreswechsel seine Policen prüfen. Nach einer Untersuchung von Stiftung Warentest können sich die jährlichen Kosten für die Autoversicherung bei gleichem Profil des Versicherten um mehrere Hundert Euro unterscheiden. So können Familien bei einem Tarif- oder Anbieterwechsel unter Umständen mehr als 800 Euro sparen, zeigt ein Beispiel der Zeitschrift "Finanztest". Für einen Fahranfänger kam sogar eine Preisspanne von fast 3000 Euro heraus. Wechselwillige müssen sich allerdings beeilen. Der Stichtag ist der 30. November, denn die Kündigung muss vier Wochen vor dem Jahreswechsel beim Versicherer vorliegen.

An Riester-Zulage denken
Riester-Sparer müssen daran denken, einen Antrag für die Zulage zu stellen, sofern sie das nicht bereits erledigt haben. Bis zum Jahresende läuft die Frist für die Zulage des Jahres 2005. Wer das versäumt, verschenkt bares Geld. Bis Oktober haben der zentralen Zulagenstelle in Potsdam 1,9 Millionen Anträge für 2005 gefehlt, teilen die FinanzFachFrauen mit. Der bundesweite Zusammenschluss qualifizierter Finanzdienstleisterinnen rechnet vor, dass die Sparer dadurch rund 350 Millionen Euro verschenken. Gerade für Frauen und kinderreiche Familien würde sich die Riester-Rente wegen der Zulagen rentierten, so die FinanzFachFrauen.

Millionen-Beträge verfallen lassen
Für 2004 hätten 1,4 Millionen Sparer 200 Millionen Euro verfallen lassen. Nach Angaben des Handelsblatt haben rund 25 Prozent der Riester-Sparer allein bei Union Investment für das Jahr 2004 ihre Zulagen verschenkt. Bei anderen Gesellschaften habe es nicht besser ausgesehen.

Dauerzulagenantrag stellen
Sparer können diesen Ärger und Stress vermeiden. Seit 2004 kann jeder Förderberechtigte seinen Anbieter bevollmächtigen, für ihn den Zulagenantrag auf elektronischem Weg zu stellen. Riester-Sparer können so einen Dauerzulagenantrag stellen und müssen dann nicht mehr selbst jedes Jahr einen neuen Zulagenantrag einreichen. Die Bevollmächtigung des Anbieters kann schon bei Vertragsabschluss erteilt werden und gilt bis auf Widerruf.



Was bei der Steuer zu beachten ist
Ein Jahreswechsel ist immer auch aus steuerlichen Gesichtspunkten wichtig. Viele Weichen sollten rechtzeitig gestellt werden. Bis Ende Dezember müssen zum Beispiel alle, die freiwillig eine Steuererklärung einreichen wollen, ihre Erklärungen für das Jahr 2005 abgeben. Eine freiwillige Einreichung ist dann sinnvoll, wenn Arbeitnehmer, die eigentlich nicht zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung verpflichtet sind, Steuerrückzahlungen erwarten können. Viele machen das nicht und verschenken bares Geld – insgesamt jedes Jahr rund 500 Millionen Euro, schätzen Experten.

Freibetrag für Pendlerpauschale
Für einige Steuerzahler dürfte auch die Pendlerpauschale ein Thema sein. Viele müssen nicht warten, bis das Verfassungsgericht die seit diesem Jahr greifende Kürzung beanstandet oder die Politik einen Rückzieher macht: Wer mehr als 20 Kilometer fährt, hat nämlich immer noch einen Anspruch. Ab dem 21. Kilometer können Pendler dann 30 Cent pro Kilometer geltend machen. Da kommt bei durchschnittlich 220 Arbeitstagen im Jahr schnell ein ansehnlicher Betrag zusammen. Und den können sich die Steuerzahler schon gleich anrechnen lassen – per Freibetrag. Den können sie sich bis Ende November beim Finanzamt in ihre Lohnsteuerkarte eintragen lassen.

Bei großen Entfernungen interessant
Die Eintragung erfolgt für das Jahr 2008 und rückwirkend für 2007. Das heißt: Bereits für Dezember müssen die Arbeitnehmer dann weniger Steuern zahlen, und sie bekommen noch einiges zurück. Allerdings dürfe dies nur für Pendler interessant sein, die sehr weit fahren. Denn einen Freibetrag gibt es nur, wenn die Aufwendungen 600 Euro übersteigen. Diese Werbungskosten können dann auch nur berücksichtigt werden, wenn von ihnen vorher der Arbeitnehmerpauschbetrag in Höhe von 920 Euro abgezogen worden ist.

Eintragung ab erstem Kilometer möglich
Nach aktuellen Urteilen können Pendler sich auch den Freibetrag ab dem ersten Kilometer eintragen lassen. Dann aber holt sich das Finanzamt das Geld beim Steuerbescheid wieder, solange die Kürzung der Pauschale gültig bleibt. Wer einen Freibetrag eintragen lässt, ist zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet.

Freibeträge für vieles möglich
Freibeträge können sich Arbeitnehmer übrigens auch für andere Werbungskosten eintragen lassen, zum Beispiel für die Unterstützung bedürftiger oder behinderter Angehöriger und Hinterbliebenen, Kinderbetreuung, Unterhaltszahlungen.

Mehr zum Thema
Schritt für Schritt erklärt - Die Riester-Rente
Steuererklärung -

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