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Ahnungslose Anlegerinnen

Frauen und Abgeltungsteuer  

Ahnungslose Anlegerinnen

| T-Online Wirtschaft/ tf , t-online.de

Sparende Frau (Foto: Archiv)Sparende Frau (Foto: Archiv) Nicht einmal jede zehnte Anlegerin weiß, was mit der Abgeltungsteuer auf sie zukommt. Nur acht Prozent der Frauen mit einem Wertpapierdepot  wissen, was mit dem Begriff Abgeltungsteuer gemeint ist. Auch Männer glänzen mit Ahnungslosigkeit: Nur 19 Prozent wissen Bescheid. Das zeigt eine repräsentative Umfrage im Auftrag der Fondsgesellschaft Fidelity International.#

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Altervorsorge gefährdet

"Die enormen Wissenslücken bei Anlegerinnen sind besorgniserregend", sagte  Alfred Strebel, Sprecher der Geschäftsleitung von Fidelity International in Deutschland. Die amerikanische Fondsgesellschaft weist darauf hin, dass sich die Wissenslücken bei Frauen für eine erfolgreiche Altersvorsorge erschwerend auswirken. Da sie im Schnitt weniger verdienen und aufgrund von Erziehungs- oder Betreuungszeiten oft auf weniger Beitragsjahre kommen, führt dies zu niedrigeren Renten als bei Männern. "Anlegerinnen sollten - wie alle Bundesbürger - bis Ende 2008 ihre Geldanlage-Strategie überprüfen und ihren persönlichen Vermögensaufbau gegebenenfalls neu ausrichten", so Strebel.

Konsumieren statt sparen

Wie die jüngste Fidelity-Studie ferner zeigt, lädt die neue Steuer eher zum Konsumieren als zum Sparen ein. Von den informierten Anlegerinnen wollen 42 Prozent nach dem Inkrafttreten der Steuer zum 1. Januar 2009 überschüssiges Geld lieber ausgeben als es anzulegen. Bei Männern liegt dieser Anteil nur bei 25 Prozent. Die aktuelle Studie ähnelt dem Ergebnis einer vorangegangenen Umfrage im Auftrag von Fidelity für den Zeitraum September. Seinerzeit wussten nur 14 Prozent der Wertpapierbesitzer, was mit dem Begriff Abgeltungsteuer gemeint ist. Jeder dritte der informierten Anleger gab an, künftig sein übriges Geld lieber für den Konsum ausgeben zu wollen, anstatt zu sparen.

Cominvest-Studie: Nur wenige gut informiert

Auch die Commerzbank-Fondsgesellschaft Cominvest hat jüngst eine Studie zur Abgeltungsteuer in Auftrag gegeben. Das Ergebnis: Fast zwei Drittel der Deutschen haben noch nichts von der Abgeltungsteuer gehört. 16 Prozent konnten mit dem Begriff etwas anfangen, nur sieben Prozent bezeichneten sich als gut informiert über das Thema Abgeltungsteuer.

Einschnitt durch Abgeltungsteuer

Für Zinsen, Dividenden und Veräußerungsgewinne greift ab 1. Januar 2009 eine einheitliche Steuer von 25 Prozent plus Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer. Dies stellt besonders bei Kursgewinnen von Wertpapieren wie Aktien oder Fonds einen harten Einschnitt dar: Die einjährige Spekulationsfrist, nach der bislang Papiere steuerfrei verkauft werden konnten, entfällt komplett. Die Folge sind deutlich niedrigere Renditen für Langfrist-Investments. Allerdings gibt es noch eine Schonfrist. Wer bis 31.12.2008 Aktien oder Fonds erwirbt, kann nach einjähriger Haltefrist auch künftig steuerfrei verkaufen.

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