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Viele Blitzüberweisungen wegen Steuerskandal 

Steueraffäre  

Viele Blitzüberweisungen wegen Steuerskandal 

25.02.2008, 09:53 Uhr | dpa / T-Online, t-online.de

Im Visier der Steuerfahnder (Foto: imago)Im Visier der Steuerfahnder (Foto: imago) Die Steueraffäre um Stiftungen in Liechtenstein weitet sich aus. Ins Visier der Steuerfahnder gerät nach einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" eine weitere Bank in Liechtenstein. Auch andere Länder interessieren sich für die brisanten Steuerdaten. Immer mehr Steuersünder reagieren unterdessen mit Blitzüberweisungen an Finanzämter und Selbstanzeigen auf die Ermittlungen der Steuerfahnder.

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Steuersünder halten Schecks bereit 
Wie die Zeitung weiter berichtet, wurde die Staatsanwaltschaft Bochum bei ihren Razzien in der vergangenen Woche vielfach schon erwartet. „Manche hatten die Schecks schon ausgefüllt“, sagt ein Ermittler dem Bericht zufolge. Es habe in den vergangenen Tagen bundesweit „ungewöhnlich viele Blitzüberweisungen an die Finanzämter“ gegeben. In einigen Fällen hätten die Heimgesuchten noch vor dem Besuch der Fahnder Selbstanzeige erstattet. Nun müsse geprüft werden, ob diese Anzeigen den Anforderungen genügen.

 

Fahnder wollen Atempause einlegen
Die Bochumer Staatsanwaltschaft war in der vergangenen Woche in einem halben Dutzend Bundesländern im Einsatz und durchsuchte die Wohnungen von mehr als hundert Verdächtigen. Zentrum war der Großraum München mit etwa 40 Verfahren. Nun wollten die Fahnder eine kurze Atempause einlegen und die beschlagnahmten Unterlagen auswerten, hieß es in der Zeitung.

Zweite Liechtensteiner Bank im Visier der Ermittler
Damit sei die Großrazzia aber noch nicht beendet. Die Ermittler wollen den Angaben zufolge in einer der nächsten Fahndungswellen Kunden einer zweiten liechtensteinischen Bank heimsuchen, aus deren Fundus sie ebenfalls Unterlagen haben. Der Name wurde zunächst nicht bekannt. Die Staatsanwaltschaft schloss jedoch aus, dass es sich um die Liechtensteinische Landesbank LLB handelt. Am Dienstag informiert die Staatsanwaltschaft Öffentlichkeit und Medien über den bisherigen Stand der Ermittlungen.

Daten von ausländischen Steuersündern auf der CD
Das Bundesfinanzministerium bestätigte derweil, dass sich mit „hoher Wahrscheinlichkeit“ auch Kundendaten aus anderen Ländern auf der CD befinden. Diese Informationen würden jederzeit im Rahmen der Rechtshilfe auch an die betroffenen Länder weitergeleitet. Anfragen habe es bereits aus skandinavischen Ländern gegeben. Diese Daten könnten nun an deren Heimatstaaten weitergegeben werden.

Liechtenstein nimmt Ermittlungen gegen BND-Informanten auf
Inzwischen hat die Liechtensteiner Staatsanwaltschaft förmliche Ermittlungen gegen den mutmaßlichen Informanten des Bundesnachrichtendienstes eingeleitet. Das teilte das Fürstliche Landgericht der Zeitung "Die Welt" mit. Der Informant soll gestohlene Kundendaten der Bank Liechtenstein Global Trust (LGT) für 4,2 Millionen Euro an den deutschen Nachrichtendienst verkauft haben. Gerichtssprecher Lothar Hagen sagte der Zeitung, es bestehe der Verdacht, dass der Mann gegen die Paragrafen des Strafgesetzbuches zur "Verletzung eines Geschäfts- oder Betriebsgeheimnisses" sowie "Auskundschaftung eines Geschäfts- oder Betriebsgeheimnisses zugunsten des Auslands" verstoßen habe. Letzteres Delikt kann laut Zeitung mit bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe geahndet werden. Die LGT hatte Ende vergangener Woche Strafanzeige gegen den ehemaligen Mitarbeiter gestellt.


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