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Steuerskandal beunruhigt deutsche Versicherer

Steueraffäre  

Steuerskandal beunruhigt deutsche Versicherer

29.02.2008, 12:33 Uhr | dpa / AFP / T-Online

Im Visier der Steuerfahnder (Foto: imago)Im Visier der Steuerfahnder (Foto: imago) Nach der Affäre um die Steuerhinterziehung in Liechtenstein geraten Steuersparmodelle aus dem Fürstentum zunehmend ins Zwielicht. Das beunruhigt auch namhafte deutsche Versicherungskonzerne, wie die Allianz, die Versicherungsprodukte aus Liechtenstein anbieten.
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Allianz sieht Gefahren für Reputation
So untersucht die Versicherungsgruppe Talanx gegenwärtig mögliche Risiken ihres Liechtenstein-Geschäfts, wie Konzernchef Herbert Haas dem „Handelsblatt“ sagte. Talanx bietet über seine Tochter Aspecta Versicherungsprodukte aus Liechtenstein an. Auch Allianz-Deutschland-Chef Gerhard Rupprecht äußerte sich gegenüber dem „Handelsblatt“ besorgt über den Steuerskandal: „Wir prüfen, ob dies Folgen für unsere eigene Reputation haben könnte“, sagte er.

Finanzprodukte ermöglichen Befreiung von Abgeltungssteuer
Bei einigen Produkten handelt es sich um sogenannte Versicherungsmäntel, in die Sparer alle möglichen Vermögenswerte einbringen können, von Wertpapierdepots über Bargeld bis zu Fonds. Im Gegensatz zu anderen Anlageformen sind die Erträge unter bestimmten Voraussetzungen von der Abgeltungsteuer befreit. Anleger müssen erst bei der Auszahlung die Hälfte ihres Gewinns versteuern. Ansonsten müssen Anleger ab dem kommenden Jahr 25 Prozent Steuern auf Erträge aus Kapitalanlagen zahlen. Unter Juristen ist umstritten, ob das Liechtenstein-Modell bei Lebensversicherungen tatsächlich legal ist, oder ob Versicherern Beihilfe zur Steuerhinterziehung vorgeworfen werden könnte.

Umstrittene Finanzprodukte
Die Versicherer fürchten offenbar auch mit Liechtensteiner Versicherungen in Verbindung gebracht zu werden, die nach wie vor umstrittene Produkte anbieten. So spricht zum Beispiel die Liechtensteiner PrismaLife Versicherung ausdrücklich von der "Alternative zu einer Stiftung". Die Stiftungen sind aber seit der Razzia bei Post-Chef Klaus Zumwinkel als Instrumente zur Steuerhinterziehung in Verruf geraten.

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