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Ex-Manager wirft Schweizer Bank Steuertricks vor

Steueraffäre  

Ex-Manager wirft Schweizer Bank Steuertricks vor

02.03.2008, 12:49 Uhr | AFP / T-Online, t-online.de

Schweizer Bank Julius Bär (Foto: imago)Schweizer Bank Julius Bär (Foto: imago) Nach der Liechtensteinischen Fürstenbank LGT droht nach einem Medienbericht auch der Schweizer Privatbank Julius Bär ein Steuerskandal. Wie das Nachrichtenmagazin "Spiegel" vorab aus seiner letzten Ausgabe berichtete, plant ein ehemaliger Manager einer Filiale in der karibischen Steueroase Cayman Islands die Veröffentlichung der Kontodaten. Unter den unzählige Kunden sollen sich auch etliche reiche Deutsche befinden. In Berlin und Frankfurt habe die Steuerfahndung im vergangenen Jahr bereits ermittelt. Die Daten betreffen dem Bericht zufolge den Zeitraum von 1997 bis 2002.

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Bank schweigt noch zu den Vorwürfen
Der Manager Rudolf Elmer werfe Julius Bär zudem vor, den Schweizer Fiskus geprellt zu haben, berichtet das Magazin weiter. Er liste Praktiken auf, die die Bank angewendet haben soll, um eigene "Steuerzahlungen zu vermeiden oder zu verringern". Der Ende 2002 entlassene Banker schildere unter anderem das System einer angeblichen "Schattenbuchhaltung". Bär verwalte Milliardenwerte in der Karibik, kassiere die Gewinne aber steuerfrei in der Schweiz. Es gehe auch um fingierte Darlehen an Kunden, die mit dem Zinsaufwand die Steuerrechnungen drücken können, sowie um Vermögensverwalter, die ihre Managementgebühren steuerfrei in der Karibik bunkern. Laut "Spiegel" schweigt die Bank zu den Vorwürfen.

 


Steinbrück: "Geschäft meines Lebens"
Unterdessen rechtfertigte Finanzminister Steinbrück den Kauf der Steuersünder-CD im Fall der Liechtenstein-Affäre durch Spione des Bundesnachrichtendienstes. "Vorwürfe, das sei nicht legal gewesen, sind widerlegt. Das haben wir prüfen lassen", sagte Steinbrück der "Frankfurter Rundschau". Er bezeichnet den Kauf gestohlener Daten als "Geschäft meines Lebens: Gut vier Millionen Euro Investition und erwartete 300 Millionen Euro Ertrag. Sensationell!"

Liechtenstein erwägt auch Vorgehen gegen BND-Mitarbeiter
Liechtensteins Finanzminister Klaus Tschütscher hatte am Freitag bekanntgegeben, die Behörden des Fürstentums ermittelten nicht nur gegen den ehemaligen Angestellten der Liechtensteiner Bank LGT, der die CD verkauft hatte, sondern erwäge auch ein Vorgehen gegen die BND-Mitarbeiter, die die Daten gekauft hatten. Er rief die deutschen Behörden auf, die Namen derjenigen zu nennen, die an dem Geschäft beteiligt gewesen seien.

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