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Viele Steuersünden bleiben ungesühnt

Steuerhinterziehung  

Viele Steuersünden bleiben ungesühnt

21.03.2008, 13:29 Uhr | dpa-AFX / T-Online

Erkennungsmarke der Steuerfahndung Köln (Foto: dpa)Erkennungsmarke der Steuerfahndung Köln (Foto: dpa) In den letzten Wochen haben die Behörden in der Liechtenstein-Steueraffäre zahlreiche Steuerdelikte aufgeklärt. Mutmaßliche Steuersünder müssen nach Ostern mit einer zweiten Welle von Steuerrazzien rechnen. Doch trotz der Erfolge dürften viele Steuersünder ungeschoren davonkommen. Der Grund: Die Steuerbehörden sind laut Experten so überlastet, dass viele Fälle wegen Verjährung vermutlich nicht bestraft werden können.

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In Bayern 15.000 unerledigte Steuerfälle
Laut einer aktuellen Erhebung stapelten sich allein in Bayern knapp 15.000 unerledigte Fälle, sagte der Chef der Deutschen Steuergewerkschaft Dieter Ondracek dem Nachrichtenmagazin "Focus". "Das ist noch Arbeit für sieben Jahre. Die Tat verjährt aber bereits nach fünf Jahren." In vielen Bundesländern sehe es ähnlich aus. Ondracek warnt vor den Folgen der Überlastung: "Es spricht sich herum: Die im Finanzamt haben keine Zeit, genauer hinzuschauen".

Ondracek will schärfere Sanktionen gegen Steuersünder
Der Chef der Steuergewerkschaft fordert daher schärfere Sanktionen gegen Steuerhinterzieher sowie mehr Personal in den Finanzämtern. Zusätzlich 10.000 Beschäftigte in den Steuerverwaltung wären die richtige und angemessene Antwort der Politik, um Steuerhinterziehung einzudämmen, sagte er. Der Innendienst der Steuerverwaltungen müsse um bundesweit 5000 Experten aufgestockt werden. G4.000 Betriebsprüfer zusätzlich im Außendienst würden ebenfalls die prophylaktische Wirkung erhöhen. Schließlich seien 1000 spezielle Steuerfahnder nötig.

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