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Inkasso-Unternehmen: Gewaltandrohung hat gerichtliche Konsequenzen

Urteil  

Kein Faustrecht für Inkasso-Unternehmen

14.05.2008, 12:57 Uhr | dpa / T-Online, t-online.de

Kein Faustrecht für Inkassounternehmen (Foto: Imago)Kein Faustrecht für Inkassounternehmen (Foto: Imago) Ein Geldeintreiber-Unternehmen, das unterschwellig mit Gewaltandrohung wirbt, darf kein Inkasso ausführen. So urteilte das Landgericht Köln und gab damit einer Klage des Bundesverbands Deutscher Inkasso-Unternehmen (BDIU) Recht. Das Gericht verbot der beklagten Firma, weiterhin Inkassodienstleistungen anzukündigen oder auszuführen (Aktenzeichen: 33 O 390/06).

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Gericht bemängelt Gewaltfaktor
Die Werbung der Firma richte sich an Kunden, die beim Eintreiben ihrer Forderungen nicht nur auf rechtsstaatliche Mittel zurückgreifen wollten, erläuterte ein Gerichtssprecher. Werbeaussagen lauteten etwa: "Ihr Schuldner muss kein Russisch können - er wird uns auch so verstehen". Abbildungen in der Werbung zeigten Männer, "die bestenfalls den Eindruck eines Schlägerkommandos vermitteln". Die beklagte Firma hatte nach Angaben des Gerichtssprechers argumentiert, sie betreibe kein Inkasso, sondern lediglich Recherchen. Dies sah das Gericht anders.



Inkasso-Verband begrüßt Urteil
Die Geschäftstätigkeit des Unternehmens sei "ersichtlich darauf angelegt, durch Drohungen mit körperlicher Gewalt oder deren Anwendung Forderungen einzuziehen", heißt es in der Urteilsbegründung. "Der Forderungseinzug darf aber nur von Personen mit entsprechender behördlicher Erlaubnis betrieben werden - diese liegt nicht vor", sagte der Sprecher zu dem Urteil vom März. Der BDIU begrüßte das Urteil. "Inkasso-Unternehmen sind seriöse Dienstleister, die unter der Aufsicht des lokalen Gerichtspräsidenten stehen", betonte BDIU-Präsident Wolfgang Spitz in einer Mitteilung. "Sie suchen einen Interessenausgleich zwischen Gläubigern und Schuldnern."

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