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Spritpreise: Steuerzahlerbund fordert Einlenken bei Pendlerpauschale

Steigende Spritpreise  

Pendlerpauschale: Steuerzahlerbund fordert Einlenken

06.06.2008, 20:34 Uhr | T-Online, t-online.de

Pendler im Berufsverkehr (Foto: dpa)Pendler im Berufsverkehr (Foto: dpa) Die steigenden Spritpreise und die Kürzung der Pendlerpauschale 2007 erhitzen die Gemüter in Deutschland. Gerade berufsbedingte Pendler werden extrem belastet. Die Rufe nach einer Entlastung der Autofahrer und die Kritik an der Steuerpolitik der Regierung nimmt daher immer mehr zu. Nun fordert der Präsident des Bundes der Steuerzahler Deutschland., Dr. Karl Heinz Däke, in einem Brief die Fraktionsvorsitzenden von CDU/CSU und SPD, Volker Kauder und Peter Struck, auf, unverzüglich die Entfernungspauschale wieder einzuführen.

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Kosten deutlich höher als 30 Cent pro Entfernungskilometer

Im Mai dieses Jahres hat der Preis für einen Liter Benzin erstmalig in Deutschland die Marke von 1,50 Euro überschritten. Auf Grundlage der neuesten Autokostenberechung des ADAC ermittelte der Bund der Steuerzahler, dass die tatsächlichen Kosten selbst eines Kleinwagens sogar deutlich höher sind als 30 Cent pro Entfernungskilometer. So verursacht ein Kleinwagen mit einer jährlichen Laufleistung von 15.000 Kilometern Kosten in Höhe von 70 Cent pro Entfernungskilometer. Ein Wagen der Golfklasse schlägt bei einer jährlichen Laufleistung von 8.000 Kilometern pro Jahr mit 131 Cent pro Entfernungskilometer zu Buche.

Pendler aus ländlichen Regionen stärker betroffen

Viele Menschen sind durch ihren Arbeitsweg auf das Auto angewiesen, vor allem in ländlichen Regionen. Mit der Wiedereinführung der Entfernungspauschale setzt die Politik ein deutliches Zeichen, dass die Sorgen der Bürgerinnen und Bürger ernst genommen werden, schreibt Karl Heinz Däke.

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Zusätzliche Belastung von 330 Euro pro Jahr

 Durch die Streichung der Entfernungspauschale haben die Betroffenen weitere erhebliche finanzielle Belastungen zu tragen, die bis zu mehreren hundert Euro pro Jahr betragen können. Eine Familie mit zwei Kindern, die bei einem Gesamteinkommen von rund 40.000 Euro einen Grenzsteuersatz von 25 Prozent hat, wird durch die Streichung der ersten 20 Kilometer mit 330 Euro im Jahr zusätzlich belastet.

Däke fordert rasches Handeln

Angesichts dieser Zahlen fordert der Präsident des Bundes der Steuerzahler Däke, die beiden Fraktionsvorsitzenden auf, unverzüglich zu handeln. „Die große Koalition sollte nicht auf die in Kürze bevorstehende Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes warten und jetzt handeln, indem die Entfernungspauschale in Höhe von mindestens 30 Cent wieder eingeführt wird. Dies würde endlich Klarheit und Rechtssicherheit schaffen und die Pendler entlasten“, betonte Karl Heinz Däke.



Pendlerpauschale oft abgeändert

Die Pendlerpauschale selbst geht zurück auf die frühere rot-grüne Bundesregierung. Diese hatte 2001 eine einheitliche Entfernungspauschale unabhängig vom verwendeten Verkehrsmittel eingeführt. Seither konnte jeder Berufstätige den Aufwand für den Weg zur Arbeit steuerlich absetzen. Zuvor gab es nur eine reine Kilometerpauschale für Autofahrer. Berufspendler bekamen zunächst für die ersten zehn Kilometer 36 Cent erstattet ab elf Kilometer 40 Cent. Zum 1. Januar 2004 wurde diese Pauschale auf einheitlich 30 Cent je Kilometer Entfernung vom Arbeitsplatz gekürzt. Mit Beginn des Jahres 2007 erfolgte dann die zweite Korrektur: Fahrten zwischen Wohnung und Arbeit können nur noch dann von der Steuer abgesetzt werden, wenn die Fahrtstrecke länger als 20 Kilometer ist.


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