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Umsatzeinbruch bei Zigarren und Zigarillos

Rauchverbot  

Umsatzeinbruch bei Zigarren und Zigarillos

07.07.2008, 14:13 Uhr | lgs, dpa, t-online.de

Auch Rudi Assauer weiß sie zu schätzen, die Zigarre (Foto: dpa) Auch Rudi Assauer weiß sie zu schätzen, die Zigarre (Foto: dpa) Das Rauchverbot in Kneipen und Gaststätten hat nach Branchenangaben bereits zu einem Umsatzeinbruch bei Zigarren und Zigarillos geführt. "Dies resultiert in erster Linie aus dem Wegfall hochwertiger Zigarren als Abschluss eines guten Essens im Restaurant", sagte der Geschäftsführer des Bundesverbands des Tabakwaren-Einzelhandels (BTWE), Willy Fischel, der Deutschen-Presse-Agentur. Der Umsatz in diesem Segment ist laut Statistischem Bundesamt im ersten Quartal 2008 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 22,9 Prozent auf 151,8 Millionen Euro eingebrochen.

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Rauchverbot nicht alleinige Ursache

Bis Mitte Februar waren bereits in 14 Bundesländern Nichtraucherschutz-Gesetze in Kraft. Seit dem 1. Juli gilt das Rauchverbot in öffentlichen Gebäuden und Gaststätten bundesweit. "In den ersten Monaten des bundesweiten Nichtraucherschutzes muss im gesamten Tabakwarenfacheinzelhandel mit einem Umsatzrückgang von etwa fünf Prozent gerechnet werden", schätzt Fischel. Allerdings sei das Rauchverbot nicht die alleinige Ursache dafür. Denn auch der boomende Zigarettenschmuggel trage zu einem Rückgang bei.

Tabakkonsum kann sich wieder einpendeln

Bezüglich des Rauchverbots zeigten Erfahrungen aus anderen europäischen Ländern wie Irland und Italien, "dass sich der Tabakkonsum langfristig - nach ein, zwei Jahren - mit einem Minus zwischen zwei und drei Prozent wieder einpendelt", sagte Fischel. "Im Ergebnis wird nicht viel weniger geraucht, sondern woanders, zum Beispiel zu Hause oder in der Außengastronomie mit Heizstrahlern und Decken."

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Ausnahmen vom Gesetz gefordert

Das Rauchverbot in Kneipen und Gaststätten geht nach Auffassung des BTWE zu weit. Schließlich könnten Nichtraucher "frei entscheiden, in welchem gastronomischen Betrieb sie sich wie lange aufhalten wollen", kritisierte Fischel. Nötig seien deshalb Ausnahmen im Gesetz: Besitzer von Kneipen mit nur einem Raum sollten selbst entscheiden dürfen, ob dort geraucht werden darf oder nicht, forderte der Verbandschef.

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