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Steueraffäre: Sonderkommission untersucht neue Liechtenstein-Fälle

Steueraffäre  

Sonderkommission untersucht neue Liechtenstein-Fälle

05.08.2008, 13:37 Uhr | oca, AFP

Ermittler prüfen neue Datensätze. (Foto: dpa)Ermittler prüfen neue Datensätze. (Foto: dpa) Den neuen Steuerskandal um Schwarzgeldkonten in Liechtenstein werden Steuerfahnder aus Mecklenburg-Vorpommern und aus Nordrhein-Westfalen gemeinsam aufarbeiten, dies berichtet die "Süddeutsche Zeitung" (SZ). Die gemeinsame Sonderkommission werde 30 Beamte umfassen, berichtete die Zeitung. Mit ersten Ergebnissen rechne die Rostocker Staatsanwaltschaft in vier Wochen. Die Daten deutscher Kunden der Liechtensteinischen Landesbank (LLB) hatte die Verteidigung in einem derzeit laufenden Erpresserprozess in Rostock vorgelegt.

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Ermittlungen wegen Steuerhinterziehung

Die Rostocker Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass diese Kunden "in der Regel die Einkünfte nicht erklärt haben", wie Oberstaatsanwalt Peter Lückemann der "SZ" sagte. In diesen Fällen würden, sofern die Taten nicht verjährt seien, Ermittlungen wegen Steuerhinterziehung eingeleitet. Steuerfahnder des Finanzamtes Ribnitz-Damgarten wollen demnach vor allem mit Kollegen aus Wuppertal zusammenarbeiten. Die Steuerfahndung Wuppertal leitet auch das Großverfahren gegen etwa 800 Kunden der liechtensteinischen LGT-Bank. Die Ermittler müssen dem Bericht zufolge zunächst die Finanzämter der LLB-Kunden ausfindig machen. Dann wolle die Rostocker Staatsanwaltschaft die Fälle verteilen. Keiner der LLB-Kunden stamme aus Mecklenburg-Vorpommern, hieß es.

 

Viele Ärzte unter den Bankkunden

Zu dem Steuerskandal um Schwarzgeldkonten in Liechtenstein neu aufgetauchten Kontendaten waren einem Medienbericht zufolge weitere Einzelheiten aufgetaucht. Die Ende vergangener Woche aufgetauchten Daten von rund 1850 deutschen Kunden der Liechtensteinischen Landesbank (LLB) wiesen einen Vermögenswert von rund drei Milliarden Euro aus, berichtete die (SZ) ohne Angabe von Quellen. Viele der Kunden wohnen demnach in Süddeutschland und im Rheinland. Bei zahlreichen Kunden handle es sich um Mediziner. Auf den Konten befänden sich "überwiegend Millionenbeträge", in einigen Fällen sogar in zweistelliger Höhe.

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