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Firmen verkaufen Daten aus kommunalen Melderegistern

Neuer Datenskandal  

Firmen verkaufen Daten aus kommunalen Melderegistern

04.09.2008, 10:54 Uhr | bv, AFP, t-online.de

Datenklau - Immer neue Vorfälle (Foto: imago)Datenklau - Immer neue Vorfälle (Foto: imago) Der Datenschutz in Deutschland hat offenbar weitaus mehr Löcher als bisher bekannt. Ein neu bekannt gewordener Fall zeigt, wie sorglos einerseits Daten herausgegeben und wie kriminell sie dann andererseits weiterverwertet werden. So haben acht Unternehmen rechtswidrig mit Daten gehandelt, die sie aus kommunalen Melderegistern erhalten hatten.

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Vorfälle in zwei Bundesländern bestätigt

Die Landesinnenministerien von Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein bestätigten den entsprechenden Bericht der Berliner "Tageszeitung" (taz). Demnach handelte es sich bei den Vorfällen um Vermittler, die für Firmen Anfragen bei Meldeämtern übernehmen, um beispielsweise Kundendaten zu überprüfen.

Millionen von Datensätzen gehortet

Doch statt die Angaben nach Erhalt lediglich an den Auftraggeber weiterzuleiten, behielten die Vermittler sie offensichtlich in eigenen Datenbanken, um damit erneut Geld zu verdienen. Eines der Unternehmen besitze eine Datenbank mit 72 Millionen Datensätzen, sagte ein Sprecher des Innenministeriums von Schleswig-Holstein der Zeitung. Von den übrigen Unternehmen lägen zwar keine konkreten Zahlen vor. "Aber auch dort dürften Datensätze im vielfachen zweistelligen Millionenbereich vorgehalten werden», sagte der Sprecher.

NRW und Schleswig-Holstein verbieten Weitergabe

Zumindest Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein reagieren jetzt. Sie verschickten einen Runderlass an ihre kommunalen Meldeämter, der ihnen verbietet, den entsprechenden Firmen Auskünfte zu erteilen. Auch die Innenverwaltung des Saarlands prüft derzeit eine solche Weisung.

Warnung vor "Schattenmeldeämtern"

Schleswig-Holsteins Datenschutzbeauftragter Thilo Weichert warnte laut "taz" vor einer steigenden Anzahl solcher "Schattenmeldeämter". Betroffenen Bürgern würden so "sämtliche melderechtlichen Rechte entzogen". Am Donnerstag kommender Woche soll bei Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) ein Datenschutzgipfel stattfinden.

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