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Mehrwertsteuerrecht: Bäckereien im Visier der Steuerfahnder

Mehrwertsteuer  

Steuerfahnder nehmen Bäckereien ins Visier

08.09.2008, 18:02 Uhr | oca, AFP, t-online.de

Finanzamt: Wo beißt der Kunde ins Brötchen. (Foto: Imago)Finanzamt: Wo beißt der Kunde ins Brötchen. (Foto: Imago) Wegen möglicher Steuerhinterziehung beim Verkauf belegter Brötchen und anderer Snacks sind einem Zeitungsbericht zufolge Bäcker in ganz Deutschland ins Visier der Steuerfahndung geraten. So seien in Ostwestfalen-Lippe bereits die meisten größeren Filialbäckereien überprüft worden, berichtet das Bielefelder "Westfalen-Blatt". Viele Betriebe sähen sich Nachforderungen in bis zu sechsstelliger Höhe ausgesetzt.

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Kompliziertes Mehrwertsteuerrecht

Hintergrund ist nach dem Bericht das komplizierte Mehrwertsteuerrecht. Kaufe ein Kunde etwa ein belegtes Brötchen und verzehre es in der Bäckerei, würden 19 Prozent Mehrwertsteuer fällig. Nehme der Kunde das Brötchen mit, werde aus der "gastronomischen Dienstleistung" wieder ein Lebensmittel - der Staat kassiere dann nur den verringerten Satz von sieben Prozent.

Kaum überprüfbar

Dabei hielten die Bäcker den Endpreis für den Kunden oftmals gleich und zahlen die Differenz selbst, berichtete die Zeitung weiter. Welcher Satz gebucht werde, könne der Kunde nur am Kassenbon feststellen. Die Steuerfahnder werfen den Bäckereien demnach vor, Umsätze auch dann mit dem niedrigeren Satz verbucht zu haben, wenn Kunden Snacks im Haus verzehrten.

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