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Abgeltungsteuer: Aufspaltung von Aktiendepots kann Steuern sparen

Tipp zur Abgeltungsteuer  

Aufspaltung von Aktiendepots kann Steuern sparen

09.09.2008, 19:18 Uhr | Martin Mrowka, dpa , dpa-tmn , t-online.de

Die Abgeltungsteuer fällt ab dem 1. Januar 2009 an (Foto: Archiv)Die Abgeltungsteuer fällt ab dem 1. Januar 2009 an (Foto: Archiv) Um Veräußerungsgewinne aus alten Aktienbeständen gegen die Abgeltungsteuer zu schützen, eröffnen Anleger am besten für Neukäufe ein neues Depot. Auch ein Unterdepot unter der bestehenden Depotnummer gilt in dieser Hinsicht als ein eigenständiges Depot - das habe das Bundesfinanzministerium nun festgelegt, wie das Deutsche Aktieninstitut (DAI) in Frankfurt mitteilt. Anleger erleichtern sich auf diesem Weg die Verwaltung und die Aufteilung der einzelnen Bestände.

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Saubere Trennung ist wichtig

Eine saubere Trennung ist vom 1. Januar 2009 an wichtig: Die Berechnung der steuerpflichtigen Kursgewinne richtet sich nach dem "First in - First out"-Verfahren, erläutert das DAI. Es werde also vom Fiskus angenommen, dass die zuerst gekauften Aktien eines Unternehmens auch zuerst wieder verkauft werden. Je nach Haltedauer eines Titels kann auf die Gewinne dann die Abgeltungsteuer von 25 Prozent anfallen - die Altbestände mit Kauftermin vor 2009 sind allerdings immer steuerfrei, wenn sie länger als ein Jahr gehalten wurden.

Selbst entscheiden, welche Aktien verkauft werden

Zwar zahlt der Anleger auf Kursgewinne für vor 2009 erworbene Aktien keine Abgeltungsteuer, doch der steuergeschützte Bestand an Aktien verringert sich. Bei einem späteren Verkauf der anderen Aktien müssen unter Umständen mehr Steuern gezahlt werden. Der Anleger könne diesem Effekt vorbeugen, indem er Alt- und Neubestände einer Aktie auf verschiedene Depots aufteilt. So könne er später entscheiden, aus welchem Depot verkauft wird.

Sämtliche Belege gut aufbewahren

Getrennte Depots erleichtern zudem für die Aktionäre die Übersicht. Die Finanzämter werden nach Einführung der Abgeltungsteuer Nachweise über den Kauf und Verkauf von Wertpapieren verlangen. Sich allein auf die Rechnungsführung der Depotbanken zu verlassen kann gefährlich sein. Denn eventuelle diverse Umschichtungen und Depot-Übertragungen machen die ordnungsgemäße Buchführung für Banken fast unmöglich. Hinzu könnten Software-Probleme kommen. Denn die Banken hängen dem Zeitplan zur Einführung der Abgeltungsteuer weiterhin hinterher. Tipp der Wirtschaftsredaktion von t-online.de: Bewahren Sie sämtliche Belege von Wertpapier-Käufen sorgfältig auf und halten Sie Ordnung in Ihrer Depot-Buchführung.

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