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Geldanlage: Deutsche Anleger sind risikoscheu und irrational

Studie  

Deutsche Anleger sind risikoscheu und irrational

06.11.2008, 11:48 Uhr | bv, AFP, t-online.de

Der Anleger - oft risikoscheu, aber dennoch mit riskanter Anlagestrategie (Foto: Archiv)Der Anleger - oft risikoscheu, aber dennoch mit riskanter Anlagestrategie (Foto: Archiv) Private Anleger in Deutschland sind einer Studie zufolge eher risikoscheu. Gleichwohl konzentrieren sie ihr Vermögen aber nur auf wenige Anlageformen, wie eine Auswertung der Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin ergab. Damit erhöhten sie wiederum ungewollt das Risiko eines Verlustes, erklärten die Wirtschaftsforscher. Ursache für das irrationale Verhalten der Anleger seien vermutlich mangelnde Kenntnisse.

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Je risikoscheuer, desto schmaler die Anlagestrategie

"Wir haben bei unserer Analyse teilweise keine Übereinstimmung zwischen Risikostreuung und Risikobereitschaft gefunden", erklärte DIW-Expertin Nataliya Barasinska, Mitautorin der Studie: "Im Gegenteil: Die Anleger mit der geringsten Risikobereitschaft haben in den seltensten Fällen ein dementsprechend breit gestreutes Anlageportfolio. Umgekehrt haben Anleger, die sich selbst als risikofreudig bezeichnen, eher ein komplett diversifiziertes Portfolio."

Meist bis zu drei Anlageformen vorhanden

Die beliebtesten Anlageformen in Deutschland sind Sparbuch, Bausparvertrag und Lebensversicherung. Risikoreichere Anlagen werden meist erst dann gewählt, wenn der Bedarf an Sicherheit und Liquidität gedeckt ist. Die meisten Haushalte (46 Prozent) halten zwei bis drei verschiedene Anlageformen. Portfolios aus vier und mehr Anlagearten sind mit 18 Prozent wesentlich seltener vertreten. Bemerkenswert ist dem DIW zufolge, dass das Portfolio jedes fünften Haushalts lediglich aus einem einzigen Anlageprodukt besteht.

Langzeituntersuchung deutscher Haushalte

Das Sozio-oekonomische Panel (SOEP) ist eine seit 25 Jahren laufende Langzeitbefragung von mehr als 10.000 deutschen Haushalten. Das am DIW Berlin angesiedelte SOEP gibt Auskunft über Faktoren wie Einkommen, Erwerbstätigkeit, Bildung oder Gesundheit.

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