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LESER FRAGEN - EXPERTEN ANTWORTEN

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Frage von Elisabeth M. zur Auszahlung einer fondsgebundenen Rentenversicherung (26.10.2008):

Ich habe eine Fondsgebundene Rentenversicherung bei der WWK (Templeton Global G - Euro) die begann im Jahr 1999, einbezahlt worden ist für 5 Jahre. Sie läuft bis 2011. Ich kann allerdings auch einen Kapitalabfindung dann wählen, dieses habe ich eigentlich auch vor. Ich weiß aber gar nicht wie viel dieses dann wäre und auch nicht, ob diese 60%-Klausel dann erfüllt wäre. Welche Wahl-Möglichkeit wäre für mich finanziell das Beste: Rente oder Kapitalabfindung?


Die Antworten der Experten:

Markus Zschaber (Foto: Archiv)

Markus Zschaber,
Fonds-Experte, Leiter der V.M.Z. Vermögensverwaltungsgesellschaft,
Buch-Autor „Abgeltungssteuer - na und!"

Generell muss ein wenig genauer auf die allgemeine Definition des „Alt“- bzw. „Neu-Vertrages geschaut werden. Denn es ist nicht der Tag der Vertragsunterschrift oder des Laufzeitbeginnes wesentlich, sondern der Tag / Monat, an dem die erste Monatsprämie gezahlt wurde.

Verträge, die also vor dem 01.01.2005 abgeschlossen wurden (Altverträge) gelten als steuerlich begünstigt, wenn diese eine Laufzeit von mindestens 12 Jahren haben und mindestens 5 Jahre Beträge gezahlt worden sind und der Todesfallschutz mehr als 60% beträgt, sprich die Hinterbliebenen im Todesfall 60% oder mehr der gesamten Beitragssumme erhalten. Die Auszahlung bei fondsgebundenen Lebensversicherungen muss am Ende der Laufzeit in einer Summe erfolgen.

Der oben beschriebene Vertrag erfüllt somit zwei von drei Voraussetzungen. Die fehlende Angabe zur 60% - Klausel kann Ihnen Ihr Versicherer sicherlich mittels telefonischer Nachfrage geben. Sollte Ihre Vertragskonstellation nicht steuerlich begünstigt sein, so wird der steuerpflichtige Ertrag anhand der erzielten rechnungsmäßigen und außerrechnungsmäßigen Zinsen ermittelt. Hierunter ist zum einen der Garantiezins, der Ihnen gesetzlich zusteht und dem Policenvertrag zu entnehmen ist, zu verstehen, wie auch die Überschussbeteiligung, also der Mehrertrag, den das Versicherungsunternehmen zusätzlich erwirtschaftet hat.

Der steuerpflichtige Ertrag muss bei Zufluss versteuert werden, ab dem Jahr 2009 mit der pauschalen Abgeltungssteuer von 25% (zzgl. Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer). Jedoch haben Sie die Wahlmöglichkeit der individuellen Versteuerung, wenn diese Erträge in der Steuererklärung deklariert werden. Die zuständige Finanzbehörde wird eine Günstigerprüfung durchführen und evtl. zuviel gezahlte Abgeltungssteuer wird zurückerstattet.


Andreas Beys (Foto: Archiv)


Andreas Beys,
Steuer- und Dachfonds-Experte, Vorstandsmitglied der Sauren Fonds-Service AG

Steuerlich gesehen, die Kapitalabfindung, weil diese dann steuerfrei wäre, während die Verrentung steuerpflichtig mit dem Ertragsanteil ist. Bitte suchen Sie hier einen qualifizierten Berater auf, der Ihnen das in Ruhe erklärt, da es hier natürlich noch andere nicht steuerrelevante Aspekte zu beachten gilt.




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