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Vorsicht bei Steuer-Spartricks mit dem Kinderkonto

Steuern sparen  

Vorsicht bei Steuer-Spartricks mit dem Kinderkonto

12.12.2008, 17:03 Uhr | mash, t-online.de , dpa-tmn

Beim Steuersparen mit Hilfe der Kinderkonten gibt es einiges zu beachten (Foto: Imago)Beim Steuersparen mit Hilfe der Kinderkonten gibt es einiges zu beachten (Foto: Imago) Klingt verlockend simpel: Eltern übertragen Teile ihres Vermögens auf Konten ihrer minderjährigen Kinder, nutzen deren Freibeträge und entgehen so der Abgeltungssteuer. Doch der Trick kann nach hinten losgehen: Argwöhnen Finanzbeamte, dass Geld nur zum Schein übertragen wurde, können sie die Erträge nachträglich wieder den Eltern zurechnen. Und das familiäre Steuersparmodell ist hinfällig.

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Geld auf dem Kinderkonto gehört dem Nachwuchs

Grundsätzlich sollten Eltern wissen: Parken sie Geld auf dem Konto ihrer Kinder, gehört es dem Nachwuchs. Vater und Mutter müssen es im Interesse ihrer Kinder verwalten. Holen sie es sich einfach wieder zurück, kann schlimmstenfalls das Familiengericht einschreiten. Volljährige Kinder können frei über das Geld verfügen. Sie dürfen ihren Eltern das geschenkte Geld aber leihen oder wieder zurückschenken. Bis zu 51.000 Euro in zehn Jahren sind steuerfrei.

Verdienst-Obergrenze bei Kindergeld nicht vergessen

Sobald Eltern ihren Kindern mehr als 75.000 Euro überweisen, weiß das Finanzamt Bescheid: Die Bank meldet das der Behörde. Die Beamten können dann Kontoauszüge anfordern. Leiden die Konten der Kinder unter Schwund, weil die Eltern abheben, müssen diese mit Nachzahlungen rechnen. Zu bedenken sind auch die Folgen fürs Kindergeld. Erzielt der Nachwuchs Kapitalerträge von mehr als 7680 Euro im Jahr, verlieren die Eltern den Anspruch auf Kindergeld.

Bei Depotübertragung wird die Abgeltungsteuer fällig

Ab 2009 wird jede Übertragung von Wertpapieren in das Depot einer anderen Person als Verkauf gewertet. Das gilt auch bei einer Übertragung auf die eigenen Kinder. Das bedeutet, die Bank zieht Abgeltungssteuer ab. Ist der Kaufpreis eines Papiers nicht bekannt, werden pauschal 30 Prozent vom Verkaufspreis angesetzt. Der alte Wertpapierbestand ist allerdings vor der Abgeltungssteuer sicher. Einem Kind steht auch 2009 ein Freibetrag von 8501 Euro pro Jahr zu.

Schenkung will gut überlegt sein

Eltern sollten einen Wertpapierübertrag auf ein Kind ab nächstem Jahr besser bei der Bank als Schenkung anzeigen, raten die Experten von "Finanztest". Dann wird die Transaktion nicht als Verkauf abgerechnet. Die Wertpapiere werden im Depot der Kinder zu den alten Konditionen weitergeführt. So können steuerfreie Kursgewinne der Eltern auf die Kinder übertragen werden.

Oberhalb des Kinderfreibetrags wird Schenkungsteuer fällig

Auch die weiteren Renditen bleiben steuerfrei, selbst wenn die Kinder die Papiere erst Jahre später verkaufen. Die Bank muss die Schenkung allerdings dem Finanzamt melden. Oberhalb des Kinderfreibetrags kann die Behörde Schenkungssteuer fordern. Derzeit kann jeder Elternteil steuerfrei bis zu 205.000 Euro übertragen, ab 2009 voraussichtlich bis zu 400.000 Euro.

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