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Falschgeld: Mehr Falschgeld gefunden - aber weniger Schaden

Falschgeld  

Mehr Falschgeld gefunden - aber weniger Schaden

13.01.2009, 13:07 Uhr | mmr, dpa, t-online.de

Falscher 600er zwischen anderen Euro-Blüten (Foto: dpa)Falscher 600er zwischen anderen Euro-Blüten (Foto: dpa) Geldfälscher haben 2008 in Deutschland erstmals seit Jahren wieder mehr falsche Banknoten in Umlauf gebracht. Allerdings richteten sie damit weniger Schaden an als 2007. Grund ist ein Rückgang bei 200-Euro-Blüten. #

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Wirtschaftlicher Schaden auf 3,5 Millionen Euro gesunken

Im vergangenen Jahr zogen Fahnder bundesweit 41.000 gefälschte Euro-Scheine aus dem Verkehr, das sind 1000 mehr als 2007, als der niedrigste Stand seit der Euro-Bargeld-Einführung 2002 verzeichnet worden war. Der wirtschaftliche Schaden sank hingegen von 3,8 auf 3,5 Millionen Euro, da vor allem weniger hohe Stückelungen verbreitet wurden, wie die Bundesbank berichtete. Die in wenigen Jahren geplante neue Euro-Serie werde "noch" sicherer sein.



Deutschland unter EU-Schnitt

„Erfreulicherweise liegt Deutschland mit rund fünf Fälschungen auf 10.000 Einwohner pro Jahr nach wie vor weit unter dem Durchschnitt des Euro-Raums“, betont Vorstandsmitglied Dr. Hans Reckers, im Vorstand für Bargeld zuständig. Für das 2. Halbjahr 2008 wurden 20.833 falsche Euro-Banknoten im deutschen Zahlungsverkehr registriert. Dies ist ein Anstieg um rund fünf Prozent im Vergleich zum 1. Halbjahr. Die durch Falschgeld entstandene Schadenssumme ist aber weiter zurückgegangen - auf 1,7 Millionen Euro nach 1,8 Mio. Euro im 1. Halbjahr. Grund hierfür ist der deutliche Rückgang der Fälschungen der 200-Euro-Note.  

100-Euro-Schein wird am häufigsten gefälscht

Weiter fortgesetzt hat sich der bereits im 1. Halbjahr registrierte Anstieg der Fälschungen der 20- und 100-Euro-Banknoten. In Deutschland ist bezogen auf ein Halbjahr damit erstmals nicht die 50-Euro-Note der am häufigsten gefälschte Notenwert, sondern die 100-Euro-Note. An dritter Stelle folgt mit einem Anteil von 21 Prozent der gefundenen Blüten der 20-Euro-Schein. Annähernd halbiert haben sich dagegen die Fälschungen der 200-Euro-Noten: die Zahl falscher 200-Euro-Noten liegt für das 2. Halbjahr bei 2204 (elf Prozent) nach 4173 im 1. Halbjahr.



Falscher 20er in Euro-Land "am beliebtesten"

Europaweit wurden im zweiten Halbjahr 2008 insgesamt 354.000 gefälschte Euro-Banknoten aus dem Zahlungsverkehr gezogen. Dies bedeutet einen Anstieg um rund 13 Prozent gegenüber der Zahl der in den vorhergehenden sechs Monaten aus dem Umlauf genommenen Banknoten. Historisch betrachtet wurde die 50-Euro-Banknote am häufigsten gefälscht, aber im zweiten Halbjahr 2008 war die 20-Euro-Banknote die am häufigsten gefälschte Banknote. Insgesamt entfielen auf die drei mittleren Stückelungen (20 Euro, 50 Euro und 100 Euro) etwa 94 Prozent aller Fälschungen. Die Mehrzahl (98%) der in der zweiten Jahreshälfte 2008 sichergestellten Fälschungen wurde in Ländern des Euro-Währungsgebiets entdeckt. Lediglich rund ein Prozent der Falschnoten wurde in EU-Mitgliedstaaten, die nicht dem Euro-Raum angehören, ausfindig gemacht und der Rest (ebenfalls ein Prozent) in der übrigen Welt.

Weniger Fälschungen bei Münzen

Im Jahr 2008 wurden insgesamt rund 80.000 falsche Münzen im deutschen Zahlungsverkehr festgestellt. Im Vorjahr lag das Aufkommen noch bei 82.000 falschen Münzen. Im 2. Halbjahr 2008 hat die Bundesbank 38.722 falsche Euro-Münzen im deutschen Zahlungsverkehr registriert, ein Rückgang um rund sechs Prozent im Vergleich zum vorangegangenen Halbjahr. Damit kommen in Deutschland auf 10.000 Einwohner pro Jahr rund 9 falsche Münzen. Mit einem Anteil von 85 Prozent wurden vor allem falsche 2-Euro-Münzen aus dem Verkehr gefischt.  

Schulungen zum Falschgeld-Erkennen

Die Bundesbank bietet kostenlose Schulungen für Kreditwirtschaft, Einzelhandel und andere Interessierte über ihr Filialnetz an. Die Teilnehmer bekommen dort auch typische Fälschungen zum Fühlen, Sehen und Kippen vorgestellt. Die Kontaktdaten der Filialen findet man unter: http://www.bundesbank.de/hv/hv_filialen.php.

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