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Winterschlussverkauf lockt mit Schnäppchen

Einzelhandel  

Winterschlussverkauf lockt mit Schnäppchen

21.01.2009, 14:49 Uhr | lgs, t-online.de, dpa

Trotzt der Winterschlussverkauf der Finanzkrise? (Foto: dpa)Trotzt der Winterschlussverkauf der Finanzkrise? (Foto: dpa) Schnäppchenjäger können sich bei Bekleidung in den kommenden Wochen auf weitere Rabatte freuen. Zum Start des freiwilligen Winterschlussverkaufes am 26. Januar seien im Modehandel Rabatte von bis zu 70 Prozent zu erwarten, teilte der Bundesverband des Deutschen Textileinzelhandels (BTE) in Köln mit. "Die meisten Häuser haben zwar schon nach Weihnachten begonnen zu reduzieren, aber viele legen jetzt noch mal eine Schippe drauf", sagte ein Sprecher.

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Lager müssen geräumt werden

Der BTE habe alle Mitgliedsunternehmen aufgerufen, sich an der freiwilligen Saison-Abschluss-Aktion zu beteiligen. In den Geschäften gebe es noch eine große Auswahl an warmer Damen-, Herren- und Kinderbekleidung. Auch bei Schuhen und Heimtextilien sei noch ein breites Angebot vorhanden. Die Lager müssten jetzt geräumt werden, da die neuen Frühjahrs-Kollektionen bereits in die Läden drängten.



Textilhandel hat besser abgeschnitten als erwartet

Nach einem eher durchwachsenen Weihnachtsgeschäft ist der Modehandel nach BTE-Angaben gut ins Jahr gestartet. Vor allem die erste Kalenderwoche habe hohe Zuwachsraten gebracht. Wegen der kalten Witterung hätten viele Kunden warme Kleidung gekauft. Das vergangene Jahr hat der Textilhandel nach ersten Verbandsschätzungen außerdem besser abgeschlossen als erwartet. Der Umsatz sei zumindest gleichgeblieben oder sogar um bis zu 1,5 Prozent gewachsen, wobei große Geschäfte deutlich besser abgeschnitten hätten als kleine und mittlere.

Luxusmarken leiden unter der Krise

Unterdessen trifft die Finanzkrise vor allem die deutschen Luxusmarken wie Hugo Boss oder Escada. Der Modekonzern Hugo Boss baut bis zu 150 Arbeitsplätze in Deutschland ab. Bereits in der vergangenen Woche hatte Deutschlands größter Modekonzern angekündigt, wegen einer Neustrukturierung Stellen zu streichen. In den ersten neun Monaten 2008 schrumpfte das Konzernergebnis um 17 Prozent auf 127,6 Millionen Euro. Seine Prognose für 2008 hatte der Modekonzern Ende Oktober zurückgezogen. Das operative Ergebnis (EBIT) wird dem Management zufolge wegen der weltweiten Konsumzurückhaltung mit 210 bis 220 Millionen Euro leicht unter dem Vorjahresniveau liegen. Auch das laufende Jahr wird nach Einschätzung des Unternehmens schwierig für die Branche.

Jahrelange Krisenstimmung bei Escada

Auch der Modekonzern Escada kämpft seit geraumer Zeit gegen die Auswirkungen der Krise. Der 1976 gegründete und einst größte deutsche börsennotierte Damenmodenkonzern steckt seit Jahren in der Krise. Seit dem vergangenen Sommer verlor die Escada-Aktie rund drei Viertel an Wert. Das Geschäftsjahr 2006/07 schloss Escada mit Millionenverlusten ab. Erst vor wenigen Tagen hatte der Damenmodekonzern seine Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr 2007/08 (31. Oktober) erneut gesenkt. Das Marktumfeld für den Konzern sei in den vergangenen Wochen nochmals schwieriger geworden, teilte das Unternehmen mit. Der Konzernumsatz soll demnach in diesem Jahr im niedrigeren zweistelligen Prozentbereich zurückgehen. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) soll nur bei 37 Millionen Euro liegen, statt wie zuvor geplant bei 51 Millionen Euro. An diesem Donnerstag legt Escada seine Halbjahreszahlen vor.

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