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Finanzhilfe: Citigroup gönnt sich neuen Firmenjet

Angeschlagene Banken  

Citigroup bestellt 50-Millionen-Firmenjet ab

28.01.2009, 12:10 Uhr | bv, dpa-AFX, t-online.de

Firmenjet Dassault Falcon 7X (Foto: Reuters)Firmenjet Dassault Falcon 7X (Foto: Reuters) Die mit staatlichen Milliardenspritzen gestützte US-Bank Citigroup hat nach scharfer Kritik der US-Regierung den millionenteuren Kauf eines neuen Firmenjets abgeblasen. Das Flugzeug sollte 50 Millionen Dollar (ca. 38 Millionen Euro) kosten, berichteten US-Medien. Ein Senator prangerte den Kauf angesichts der Schieflage der Bank scharf an, auch in der Öffentlichkeit stießen die Pläne auf Unverständnis. #

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Citigroup rudert zurück

US-Präsident Barack Obama sehe in Privatjets derzeit nicht die beste Verwendung von Geldern, hatte ein Regierungssprecher in Washington gesagt. Wenig später ruderte die Citigroup zurück und revidierte ihre zuvor noch öffentlich verteidigte Entscheidung. Die Bank habe "keine Absicht, sich irgendein neues Flugzeug liefern zu lassen", ließ sie wissen.

Millionenkosten - so oder so

Ein Sprecher der Bank hatte zuvor noch erklärt, der Jet sei bereits 2005 bestellt worden. Das Unternehmen müsse bei einer Abbestellung eine Vertragsstrafe von mehreren Millionen Dollar zahlen. Der Kauf werde ohne die Verwendung von Steuergeldern abgewickelt. Im Gegenzug wolle die Bank zwei ältere Maschinen im Wert von jeweils 27 Millionen Dollar verkaufen, berichtete die "New York Post".

Kritik aus der Politik

Bei dem bestellten Flugzeug handelt es sich um eine Dassault Falcon 7X. Auch die beiden Maschinen, die verkauft werden sollen, sind von Dassault. Der demokratische Senator für Michigan, Carl Levin, kritisierte zum einen, dass die Citigroup ein ausländisches Modell kauft, während die US-Autobauer ihre Jets verkaufen müssten. Zum anderen wollte Levin das US-Finanzministerium zu einer Prüfung des Vorgangs auffordern, mit dem Ziel, den Kauf zu stoppen.

Kein Verständnis für Firmenjets

Im vergangenen Jahr hatten die Chefs der drei großen US-Autobauer General Motors, Ford und Chrysler mit ihren Firmenjets für Wirbel gesorgt. Sie waren mit den exklusiven Flugzeugen nach Washington gereist, um Milliardenhilfen des Staates für ihr Überleben zu fordern. Beim zweiten Termin reisten sie angesichts der öffentlichen Empörung demonstrativ gemeinsam in einem Öko-Auto an.

USA stützen Citigroup mit 45 Milliarden Dollar

Die Citigroup zählt weltweit zu den größten Opfern der Finanzkrise. Der Staat musste bislang mit einer Beteiligung in Höhe von 45 Milliarden Dollar einspringen und zudem durch weitere Garantien einen enormen Rettungsschirm über der Bank aufspannen.

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