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Justiz nimmt drei Firmen in Liechtenstein-Affäre ins Visier

Frankreich  

Justiz nimmt drei Firmen in Liechtenstein-Affäre ins Visier

31.03.2009, 14:37 Uhr | oca, AFP, t-online.de

Burg LiechtensteinBurg Liechtenstein (Quelle: ddp) In der Liechtenstein-Affäre nimmt die französische Justiz nach einem Pressebericht Adidas, Michelin und eine Tochter des Total-Konzerns ins Visier. Die Pariser Staatsanwaltschaft werde in den nächsten Tagen Vorermittlungen wegen Steuerbetrugs gegen die drei Unternehmen einleiten, berichtete die Zeitung "Le Parisien". Nach Angaben des Finanzministeriums gehe es nicht um einfache Steuerflucht. Insgesamt handele es sich in den drei Fällen "um einen wichtigen Teil" des Betrages von einer Milliarde Euro, um die es in Frankreich in der Liechtenstein-Affäre gehe.

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Minister: Ziel ist es die Wahrheit aufzudecken

Den Milliardenbetrag hatte das Pariser Finanzministerium im Februar 2008 als mögliche Steuerausfälle des französischen Staates in der Liechtenstein-Affäre genannt. Haushaltsminister Eric Woerth bestätigte, dass drei Fälle von Unternehmen an die Justiz weitergegeben worden seien. Er wolle aber die Angaben der Zeitung zu den Namen betroffenen Firmen "weder dementieren noch bestätigen", sagte Woerth im Sender LCI. Ziel der Ermittlungen müsse es sein, die Wahrheit aufzudecken, "über das, was in der Vergangenheit passiert ist, woher das Geld in diesen drei Affären kam". Und schließlich gehe es darum, ob Steuern nachgefordert und Strafen verhängt werden könnten.

Mit einer Reihe von Unternehmen bereits geeinigt

Laut Woerth hat sich der französische Staat mit einer Reihe von Unternehmen in der Affäre schon gütlich geeinigt. 16 von 64 Familienunternehmen, die des Steuerbetrugs über Liechtenstein verdächtigt worden seien, hätten ihre Steuerschuld einschließlich Zinsen beglichen. Der Kampf gegen Steuerparadiese ist eines der Hauptthemen des Gipfels der führenden Industrie- und Schwellenländer (G-20), der am Donnerstag in London beginnt.

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