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Milchpreise: Discounter Aldi geht weitere sieben Cent runter

Milchpreise  

Discounter senken ihren Preis für Milch weiter

11.05.2009, 15:17 Uhr | oca/fre, AFP, t-online.de

Trotz der wütenden Proteste der Milchbauern hat Aldi eine neue Preissenkungsrunde bei Milchprodukten eingeläutet. Der führende deutsche Lebensmitteldiscounter senkte den Preis für einen Liter Frischmilch am Montag gleich um sieben Cent auf nun 48 Cent. Der Milchbauernverband BDM kritisierte die Preissenkungen scharf.

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Milch kostet nur noch 42 Cent

Der Liter fettarme Frischmilch kostet bei Aldi inzwischen nur noch 42 Cent. Auch für andere Milchprodukte wie Quark müssen Verbraucher bei dem Discounter seit Montag weniger zahlen. Aldi gilt als Signalgeber im Einzelhandel, dem die anderen Discounter und Supermärkte mit kurzem Abstand folgen. So zog der Discounter Penny des Rewe-Konzerns nach einem Onlinebericht der "Lebensmittel-Zeitung" sofort nach. Lidl, die Nummer zwei am Markt, hatte bis zum Nachmittag hingegen noch nicht gesenkt.

Proteste brachten nichts

Die Milchbauern hatten zuletzt heftig gegen die immer weiter fallenden Milchpreise protestiert, während Lebensmittelketten und Molkereien über die neuen Lieferbedingungen für die Monate Mai bis Oktober verhandelten. Nach einem Bericht der "Lebensmittel-Zeitung" von vergangener Woche handelte Aldi dabei deutliche Abschläge im zweistelligen Prozentbereich gegenüber den seit November geltenden Milchlieferverträgen aus.

Bauern fordern mindestens 40 Cent pro Liter Milch

"Wir können zu diesen Preisen nicht produzieren. Das ist völlig unmöglich", sagte BDM-Vorstandsmitglied Martin Kugler der Nachrichtenagentur AFP. Im bundesdeutschen Durchschnitt erhielten die Bauern mit den neuen Lieferverträgen nach BDM-Schätzungen weniger als 20 Cent pro Liter Milch. Im vergangenen Jahr hatten die Milchbauern bei ihren Streiks mehr als 40 Cent pro Liter gefordert, um wirtschaftlich arbeiten zu können.

Politik reagiert nicht

Kugler beklagte, bislang hätten die Milchbauern "keine Reaktionen" aus der Politik auf ihre Proteste in der vergangenen Woche erhalten. Der BDM hoffe nun, "dass wir nicht zu so drastischen Maßnahmen gezwungen werden wie im vergangenen Jahr", sagte er mit Blick auf den Lieferstreik.

Gespräche mit der Regierung verliefen erfolglos

Ein Treffen von Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) mit Bauern, Milchindustrie, Verbraucherschützern und Einzelhandel hatte am vergangenen Dienstag kaum konkrete Ergebnisse erbracht. Aigner verkündete lediglich, die Bundesregierung erwäge Bürgschaften für von der Pleite bedrohte Bauern.

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