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Anleihen für 134 Milliarden Dollar alle gefälscht

Schmuggelskandal  

Anleihen für 134 Milliarden Dollar alle gefälscht

26.06.2009, 10:59 Uhr | cs, t-online.de, dpa-AFX

Der Milliardenschmuggel an der italienischen Grenze entpuppt sich als Fälscherskandal (Foto: imago)Der Milliardenschmuggel an der italienischen Grenze entpuppt sich als Fälscherskandal (Foto: imago) Schlappe für den italienischen Zoll: Die Schmuggelanleihen im Wert von 134 Milliarden Dollar sind alle gefälscht. Stephen Meyerhardt vom US-Finanzministerium sagte laut "LA Times", die sichergestellten Anleihen sähen nicht annährend wie US-Staatsobligationen aus. "Die sind eindeutig gefälscht", so der Ministeriums-Experte. Damit entgeht Italien ein wahrer Geldsegen - und der Zoll ist gründlich genarrt.

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Vermeintliche Anleihen geschmuggelt

Der italienische Zoll hatte am dritten Juni an der schweizerischen Grenze zwei Japaner festgenommen, die US-Staatsanleihen im Nennwert von über 134 Milliarden Dollar mit sich führten. Der Fund umfasste zehn Kennedy-Bonds zu je einer Milliarde Dollar (715 Millionen Euro) und 249 US-Staatsanleihen mit einem Nennwert von je 500 Millionen Dollar (rund 358 Millionen Euro). Die Japaner hatten die vermeintlichen Anleihen in einem Koffer mit doppeltem Boden versteckt und versucht, die italienische Grenze per Zug Richtung Schweiz zu passieren.

Kennedy Bonds gibt es gar nicht

Italienische Experten hatten noch vergangene Woche mitgeteilt, ein Teil der sichergestellten Anleihen sei wahrscheinlich echt. "Was die Echtheit der Kennedy-Bonds angeht, haben wir noch Zweifel, aber die US-Staatsanleihen im Wert von jeweils rund 358 Millionen Euro scheinen glaubwürdig", hatte Oberst Rodolfo Mecarelli von der italienischen Finanzpolizei damals erklärt. Dem erteilte Meyerhardt nun eine klare Absage. Generell läge der Nennwert der Anleihen weit über dem, was tatsächlich im Umlauf sei. Zudem existierten Kennedy Bonds überhaupt nicht.

Peinliche Panne der italienischen Finanzpolizei

Für die italienischen Behörden ist die Sache überaus peinlich. Denn nach den Angaben von Meyerhardt sind die Fälschungen überaus plump angefertigt. Experten hätten sie leicht erkennen können. Dabei sollen die Fälschungen nach Ansicht des US-Finanzministeriums mit handelsüblicher Foto-Software aus 100-Dollar-Scheinen angefertigt worden sein. Zudem zeigten die angeblich aus den 60er Jahren stammenden Obligationen eine Raumfähre, die erst in den 80er Jahren ihren Jungfernflug absolvierte. Genügend Hinweise also, die die italienischen Experten hätte stutzig machen müssen.

Gefälschte Anleihen als Sicherheit für Kredite

Doch was wollten die beiden Japaner mit den Fälschungen in der Schweiz? Experten des US-Finanzministeriums vermuten, dass sie die Anleihen nicht bei einer Bank gegen Bargeld eintauschen, sondern als Sicherheiten nutzen wollten, um so leichter an Kredite zu kommen. Ähnliche Fälle seien bereits in der Vergangenheit registriert worden.

Italien geht leer aus

Hätten sich die Papiere als echt herausgestellt, wäre Italien in den Genuss eines unerwarteten Geldsegens gelangt. Denn der Staat hätte 40 Prozent der beschlagnahmten Summe behalten dürfen. Vielleicht schauten die italienischen Experten deshalb bei ihrer Prüfung der Anleihen nicht so genau hin - und freuten sich schon mal über einen fetten Bonus.

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