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Milliarden-Schäden durch Langfinger

Ladendiebstahl  

Milliarden-Schäden durch Langfinger

17.06.2009, 19:39 Uhr | mfu, dpa, t-online.de

Vor allem kleine Waren sind bei Ladendieben beliebt. (Quelle: imago images)Vor allem kleine Waren sind bei Ladendieben beliebt. (Quelle: imago images) Langfinder verursachen nach wie vor Milliarden-Schäden im hiesigen Einzelhandel. Ladendiebe, kriminelle Mitarbeiter und Lieferanten haben dem deutschen Einzelhandel 2008 Inventurverluste von 3,9 Milliarden Euro beschert. Das sind rund 50 Euro pro Einwohner. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Europäischen Handels-Instituts (EHI). Vor allem kleine und teure Waren sind bei den Dieben beliebt.

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53 Prozent der Schäden durch Ladendiebe

Der Löwenanteil des Schadens gehe mit 53 Prozent (zwei Milliarden Euro) auf unehrliche Kunden zurück, den eigenen Mitarbeitern werden 23 Prozent (0,9 Milliarden Euro) angelastet. Der Rest entfalle auf Lieferanten, Servicekräfte und organisatorische Fehler.

Rasierklingen, Batterien und Tabakwaren bei Dieben beliebt

Zu den am häufigsten "geklauten" Artikeln gehören kleine teure Waren wie Rasierklingen, Batterien und Tabakwaren. In Modegeschäften verschwinden vor allem Markenbekleidung und Dessous. Im Gegensatz zur aktuellen Kriminalstatistik der Polizei, die einen Rückgang der Gesamtkriminalität ausweist, erwartet der Handel eine Zunahme der Kriminalität - bedingt durch die Wirtschaftskrise.

Professionelle Täter verursachen hohe Schäden

Professionell agierende Tätergruppen fielen besonders ins Gewicht. Um die Inventurverluste zu reduzieren, investiert der Handel jährlich etwas mehr als 0,3 Prozent vom Umsatz, das sind rund 1,1 Milliarden Euro.

Leichter Rückgang

Im Vergleich zum Vorjahr sanken die Inventurdifferenzen des Einzelhandels um drei Prozent. Sie stagnieren seit mehreren Jahren bei etwa vier Milliarden Euro. Die Inventurdifferenz liege im Schnitt bei 0,65 Prozent bewertet zu Einkaufspreisen und fast einem Prozent bewertet zu Verkaufpreisen.

Staat entgehen Umsatzsteuereinahmen in Millionenhöhe

Dem Staat entgingen dadurch rund 400 Millionen Euro Mehrwertsteuer pro Jahr. An der Untersuchung des EHI beteiligten sich 78 Unternehmen mit fast 12.500 Verkaufsstellen und einem Gesamtumsatz von rund 57 Milliarden Euro.

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