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Chancen auf Schadenersatz für HRE-Aktionäre

Hypo Real Estate  

Chancen auf Schadenersatz für HRE-Aktionäre

23.07.2009, 14:45 Uhr | mfu, dpa-AFX, dapd, t-online.de

Viele Anleger haben durch die Fastpleite der HRE ein Vermögen verloren (Foto: ddp)Viele Anleger haben durch die Fastpleite der HRE ein Vermögen verloren (Quelle: ddp) Die Fast-Pleite der Hypo Real Estate (HRE) hat so manche Anleger um ihr Erspartes gebracht. Heute ist die Aktie, die vor der Finanzkrise bei rund 50 Euro stand, gerade noch 1,49 Euro wert. Viele Anleger fühlten sich über das Ausmaß der Krise getäuscht und haben die Bank verklagt. Ein kleiner Teil der Aktionäre kann nun auf Schadenersatz hoffen. Das ergibt sich aus einem aktuellen Verfahren des Landgerichts München.

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Gericht spricht von gewisser "Erfolgschance"

Das Gericht räumte Klägern, die zwischen 27. November 2007 und 15. Januar 2008 Aktien der Bank gekauft hatten, "eine gewisse Erfolgschance" ein. Außerhalb dieses Zeitfensters gebe es dagegen kaum Aussicht, sagte der Vorsitzende Richter Mathias Ruderisch beim Prozessauftakt am Donnerstag. In dem Sammelverfahren verklagen der Allianz-Konzern, eine Pensionskasse sowie 13 Kleinaktionäre die HRE auf 3,6 Millionen Euro Schadenersatz, weil die Bank zu spät über absehbare Belastungen informiert habe.

Richter: HRE kannte Risiken

Richter Mathias Ruderisch hielt fest, noch im November 2007 habe der damalige HRE-Vorstand erklärt, "dass die Bank nicht betroffen sei von der Subprime-Krise". Doch noch am 15. Januar musste die Bank 390 Millionen Euro auf faule Wertpapiere abgeschrieben. Tatsächlich seien die so genannten CDO-Wertpapiere aber schon im zweiten Halbjahr 2007 "nicht mehr handelbar gewesen", sagte der Richter. Andere Banken hätten spätestens im dritten Quartal 2007 entsprechende Abschreibungen vorgenommen.

Dramatische Kursverluste

Außerdem sei der Abschreibungsbedarf von 390 Millionen Euro bei der HRE intern spätestens am 7. Januar 2008 bekannt gewesen. Einer der Kläger habe aber noch am Morgen des 15. Januar unmittelbar vor der Adhoc-Mitteilung HRE-Aktien für 33 Euro je Anteil gekauft. "Am Nachmittag lagen sie bei 22 Euro", sagte der Richter.

"Da muss es doch Unterlagen geben"

Die HRE soll dem Gericht in den nächsten Wochen erklären, "ob sie in der Lage war, ein Ausfallrisiko festzustellen, und wieviel Zeit sie zur Prüfung brauchte". "Da muss es doch irgendwelche schriftlichen Unterlagen geben. Wir können uns nicht vorstellen, dass das alles mündlich abgelaufen sein soll", kritisierte der Richter die bisherigen Ausführungen der Bank. Eine Entscheidung will das Gericht am 29. Oktober verkünden. In einem ähnlichen Verfahren hatte dieselbe Kammer einem Aktionär bereits im Juni rund 4000 Euro Schadenersatz zugesprochen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Meiste Klagen wohl aussichtslos

Klagen wegen Aktienkäufen außerhalb des Zeitfensters vom 27. November 2007 bis 15. Januar 2008 dürften nach Einschätzung der Kammer wohl "keinen Erfolg haben", sagte Ruderisch. Die Risiken vorher und nachher seien allgemein erkennbar gewesen. Anwalt Felix Weigend sagte, zwei Drittel der Klagen wären damit vom Tisch.

Viele Anleger haben Anteile an den Bund verkauft

Die meisten Aktionäre haben derweil ihre Anteile an der Hypo Real Estate zum Preis von 1,39 Euro an den Bund verkauft, die restlichen Anleger sollen aus dem Unternehmen herausgedrängt werden. Dadurch will der Bund nach Nothilfen von mehr als 100 Milliarden Euro die Sanierung des Konzerns sicherstellen.

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