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Aktionäre wollen 200 Millionen von der HRE einklagen

Krisenbank Hypo Real Estate  

Aktionäre wollen 200 Millionen von der HRE einklagen

29.07.2009, 19:56 Uhr | bv, AFP, t-online.de

Hypo Real Estate - Millionenklagen von Anlegern (Quelle: dpa)Hypo Real Estate - Millionenklagen von Anlegern (Quelle: dpa) Die Schadenersatzforderungen gegen die inzwischen verstaatlichte Hypo Real Estate (HRE) erreichen eine neue Dimension. Aktionäre wollen in einem Prozess ab kommender Woche Forderungen in Höhe von etwa 200 Millionen Euro durchsetzen. Das bestätigte ein Sprecher des Landgerichts München I. Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) räumte ein, dass bei einem Erfolg der Klagen der Bund als neuer HRE-Besitzer zahlen müsste.

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Forderungen von institutionellen Anlegern

Bei dem Kläger handelt es sich um einen Anwalt, der gesammelt eine Reihe von institutionellen Anlegern wie etwa Fonds und deren Forderungen vertritt. Nähere Angaben zum Inhalt der Klage wollte der Sprecher nicht machen. Einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" (SZ) zufolge handelt es sich um einen Musterprozess. Die Kläger werfen dem früheren Vorstand des vom Bund vor der Pleite geretteten Immobilienfinanzierers demnach vor, Risiken verschwiegen zu haben.

Aufstockung der Klage denkbar

Laut "SZ" vertritt der Jurist Christian Wefers aus Nordrhein-Westfalen die Anleger. Eine Aufstockung der Klage um mehrere hundert Millionen Euro sei absehbar, berichtet die Zeitung. Wefers tritt demnach bei Gericht als Kläger auf, vertreten werde er aber von dem Tübinger Anleger-Anwalt Andreas Tilp. "Der Fall HRE ist mindestens genauso bedeutsam", sagte Tilp der Zeitung.

Aktionäre systematisch getäuscht?

Tilp und Wefers werfen der HRE vor, die Aktionäre systematisch über den wahren Zustand des Instituts getäuscht zu haben. Hätten die Anleger die prekäre Lage der HRE gekannt, hätten sie keine Aktien gekauft und keinen Schaden erlitten, sagte Tilp. "Wir gehen von fortlaufenden Verstößen von Juli 2007 bis Oktober 2008 aus." Damals war noch der alte HRE-Vorstand um Ex-Bankchef Georg Funke im Amt, gegen den die Münchner Staatsanwaltschaft ermittelt.

Steinbrück nicht erfreut

Steinbrück sagte dem Bayerischen Rundfunk, die Klage "erfreut natürlich mich als Vertreter des Bundes nicht, weil diese Bank jetzt überwiegend dem Bund gehört und eines Tages vollständig". Die Klagen richteten sich an die Adresse des Bundes. "Diese Kläger, weil sie selber Steuerzahler sind, richten sich dann mit ihren Forderungen, wenn man so will, etwas paradox an sich selber." Andererseits bestreite er nicht das "gute Recht" der Bürger zu klagen. Er wolle nur in Erinnerung rufen: "Wenn die Bundesregierung dieses Institut nicht maßgeblich unterstützt hätte, dann hätten diese Aktionäre heute niemanden, den sie beklagen könnten, weil es diese Bank nicht mehr gäbe."

Auch Privatanleger klagen

Erst vor wenigen Tagen hatte ein Münchner Richter erklärt, Privatanleger hätten Chancen auf Schadenersatz aus ihren Geschäften mit der HRE-Aktie. Die Bank habe die Anleger falsch informiert. In diesem Verfahren geht es um 3,6 Millionen Euro.

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